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Greifswalder Bodden
Mysteriöses Robbensterben gibt Rätsel auf

Robben: Tote Kegelrobben in Greifswalder Bodden entdeckt
Experten hatten die äußerlich unversehrten Tiere untersucht und konnten ausschließen, dass die Tiere an Viren, Bakterien oder Giften starben. FOTO: dpa, sts wie cul
Insel Vilm. Zwischen September und Dezember 2017 waren an der Nordküste des Greifswalder Boddens 23 tote Kegelrobben entdeckt worden. Der mysteriöse Tod der Tiere hat nach Einschätzung des Bundesamtes für Naturschutz drastischere Folgen als bislang angenommen.

In den Boddengewässern südlich von Rügen lebten in den Herbstmonaten der vergangenen Jahre bis 2016 etwa durchschnittlich 50 Tiere. Durch die Todesfälle im Herbst südlich der Küste der Rügen-Gemeinde Thiessow seien somit rund 50 Prozent der sonst üblichen Herbstpopulation in dieser Region umgekommen, sagte der Leiter der Abteilung Meeresnaturschutz des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Henning von Nordheim.

Wann sich der Bestand wieder erholt, könne nicht prognostiziert werden, sagte von Nordheim. Unterdessen laufen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zum Tod der Meeressäuger weiter. Anhaltspunkte, wer in Verbindung mit dem Tod der Robben stehen könnte, würden weiter geprüft, sagte der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft Martin Cloppenburg.

Fischereibranche weist Verdacht zurück

Experten des Deutschen Meeresmuseums hatten die äußerlich unversehrten Tiere untersucht und konnten ausschließen, dass die Tiere an Viren, Bakterien oder Giften starben. Sie gehen davon aus, dass die Meeressäuger an akutem Herz- und Kreislaufstillstand durch Ertrinken starben.

Ein solcher Tod sei in nach oben geschlossenen Reusen möglich. Die Fischereibranche, die seit Jahren über die wachsenden Robbenbestände klagt, hatte einen Verdacht zurückgewiesen.

(gaa/dpa)
 
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