| 16.02 Uhr

Rockerclub aufgelöst
Hells Angels klagen gegen Vereinsverbot

Rockerclub der Hells Angels klagt gegen seine Auflösung
14 Rocker wollen mit einem Eilantrag die aufschiebende Wirkung des Vereinsverbots erreichen. FOTO: dpa
Koblenz. 14 Rocker klagen vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz gegen das Verbot ihres Vereins "Hells Angels MC Bonn". Zu den Klägern gehört auch der ehemalige Rockerclubchef. 

Einen entsprechenden Bericht der "Rhein-Zeitung" bestätigte ein Sprecher des Gerichts in Koblenz. Der Mainzer Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte drei Tage vor der Landtagswahl am 13. März den Rockerverein mit Sitz im rheinland-pfälzischen Kreis Neuwied verboten und aufgelöst. Der ehemalige Rockerclubchef sitzt zudem seit Januar mit sieben weiteren Hells Angels wegen mutmaßlicher Revierkämpfe und Körperverletzung auf der Anklagebank des Koblenzer Landgerichts.

Die 14 Rocker wollen auch mit einem Eilantrag die aufschiebende Wirkung des Vereinsverbots erreichen. Wann eine Entscheidung fällt, ist laut dem Gerichtssprecher noch offen. Die "Höllenengel" nannten sich trotz ihres rheinland-pfälzischen Vereinssitzes "Hells Angels MC Bonn", da sie sich einst von einer Bonner Rockergruppierung abgespalten hatten.

Der Strafprozess in Koblenz hat bundesweit Aufsehen erregt, weil verdeckte Ermittler zuvor einen Rockerclub namens "Schnelles Helles" gegründet hatten. Bei drei Zeugen klickten wegen mutmaßlicher Falschaussage im Gerichtssaal die Handschellen.

(dpa/jado)
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