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Duisburg
Rottweiler-Attacke: Zeugen belasten Angeklagte schwer

Duisburg. Das Schöffengericht in Duisburg beschäftigt sich seit gestern mit dem Fall des Rottweilers "Pascha", der im Juli vergangenen Jahres ein zweijähriges Mädchen lebensbedrohlich verletzt hatte. Verantworten muss sich die 31-jährige Halterin des mittlerweile eingeschläferten Hundes sowie ihre Bekannte, die das Tier zum Zeitpunkt des Unfalls beaufsichtigte.

Der Halterin Agnieszka G. wird schwere Körperverletzung in einem Fall sowie vorsätzliche Körperverletzung in zwei weiteren Fällen vorgeworfen. Der Bekannten, Viktoria K., wird fahrlässige Körperverletzung in drei Fällen zur Last gelegt. Äußern wollten sich die beiden gestern nicht. Die Eltern des heute vierjährigen Kindes, die als Nebenkläger auftraten, sagten nach der Verhandlung, dass ihre Tochter nach wie vor stark unter dem Unfall leide. Ihr wurde unter anderem ein 20 bis 25 Zentimeter großes Stück Kopfhaut abgebissen. Im Kindergarten würde sie teilweise gehänselt wegen ihres Aussehens, zudem habe sie nachts immer noch Albträume.

Zehn von 27 Zeugen sagten gestern aus und berichteten von einer massiven Bedrohung und Belästigung des Hundes, der stets ohne Leine und Maulkorb auf den Straßen unterwegs war. Die Angeklagte, die behauptete, sie habe den Hund nur dieses eine Mal ausgeführt, belasteten sie mit gegenteiligen Aussagen schwer.

(csk)
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