Klinik und Teil einer Schule geschlossen: SARS: Singapur verordnet Massenquarantäne
zuletzt aktualisiert: 25.03.2003 - 19:34Singapur (rpo). In Singapur nimmt die mysteriöse Lungenkrankheit SARS größere Ausmaße an. Dort sind bereits 740 Menschen unter Quarantäne gestellt worden, um einen Ausbreitung zu verhindern.
Ferner wurden am Dienstag eine Tagesklinik und ein Teil einer Schule geschlossen, um dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom vorzubeugen. Die Krankheit, die bislang 17 Menschenleben in Hongkong, Vietnam und Kanada gekostet hat, hat in Singapur etwa 65 Menschen befallen.
Das Gesundheitsministerium des Stadtstaats mit vier Millionen Einwohnern berief sich bei seiner Quarantäneverordnung auf das Gesetz zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Dieses ist seit der Unabhängigkeit Singapurs im Jahre 1965 noch nie angewandt worden. Das Ausgehverbot für die Betroffenen soll zunächst für zehn Tage gelten. Bei einem Verstoß droht ein Gerichtsverfahren.
Erster SARS-Fall in Italien
In Italien ist am Dienstag der erste Fall der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS bestätigt worden. Der Patient werde in einem Krankenhaus in Mailand behandelt, teilte Gesundheitsminister Girolamo Sirchia mit. Sein Zustand sei stabil, hieß es. Angaben zur Identität wurden nicht gemacht. In Italien waren zuletzt mehrere Menschen, die sich in Südostasien aufgehalten hatten, mit Verdacht auf SARS behandelt worden. Die Befürchtungen hatten sich jedoch bis zu diesem Fall jetzt nicht bestätigt.
In Frankreich gibt es offenbar einen ersten Fall der Lungenkrankheit SARS. Es handele sich um einen Mann, der im französischen Krankenhaus in Hanoi gearbeitet habe, teilte die Gesundheitsbehörde DGS am Montagabend mit. Der Patient, der am Wochenende aus Vietnam zurückgekehrt war, wird in einem Krankenhaus des nordfranzösischen Tourcoing behandelt. Die DGS erklärte, nach derzeitigen Erkenntnissen sei er an SARS erkrankt. Insgesamt gebe es in Frankreich weitere zehn Verdachtsfälle.
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