kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

"Wütend auf Israel": Schießerei im jüdischen Zentrum in Seattle

zuletzt aktualisiert: 29.07.2006 - 17:04

Seattle (rpo). Am Sitz einer jüdischen Organsation in Seattle hat ein Bewaffneter wild um sich geschossen und eine Frau getötet. Mindestens fünf weitere Frauen wurden nach Polizeiangaben verletzt, drei davon schwer. Der Täter handelte offenbar aus politischen Motiven: "Ich bin ein muslimischer Amerikaner, wütend auf Israel", soll er gesagt haben. 

Im jüdischen Viertel in Seattle schoss ein Bewaffneter wild um sich.  Foto: THE SEATTLE TIMES, AP
Im jüdischen Viertel in Seattle schoss ein Bewaffneter wild um sich. Foto: THE SEATTLE TIMES, AP

Mitarbeiter der Jüdischen Föderation im Großraum Seattle zitierten ihn mit den Worten. Drei der Verletzen schweben in Lebensgefahr, eine von ihnen ist schwanger. Einem Polizisten sei es gelungen, den Mann aus dem Gebäude zu locken. Dort nahmen die Beamten ihn fest und führten ihn ab. Mitarbeiter der jüdischen Einrichtung sagten der Tageszeitung "Seattle Times", der Täter habe sich als Moslem bezeichnet und geschrieen, dass er "wütend auf Israel" sei.

Die verletzten Frauen seien zwischen 20 und 40 Jahre alt, sagte Krankenhaussprecherin Susan Gregg-Hanson. Eine Mitarbeiterin des Jüdischen Verbandes im Großraum Seattle sagte, der Täter habe eine ihrer Kolleginnen angeschossen und dann verlangt, dass sie den Notarzt rufe. "Er hat der Polizei gesagt, dass es eine Geiselnahme ist und dass er will, dass wir unsere Waffen aus Israel 'rausbringen."

Die Polizei machte keine genauen Angaben zum Täter. Der Beschreibung zufolge handelt es sich um einen US-Bürger pakistanischer Herkunft, der zwischen 30 und 40 Jahre alt ist. Der stellvertretende Polizeichef von Seattle, Nick Metz, sagte bei einer Pressekonferenz, die Tat habe "ein politisches Element". Sie sei aber das Werk eines Einzeltäters, eine Organisation stecke nicht dahinter. An den Ermittlungen war auch eine Anti-Terror-Einheit der US-Bundespolizei FBI beteiligt.

Die Polizei verschärfte nach der Schießerei die Sicherheitsvorkehrungen um Synagogen und Moscheen, erklärte aber, sie gehe von einer Einzeltat aus. "Dies war eine vorsätzliche, hasserfüllte Tat, so weit wir sagen können eines einzelnen Mannes", sagte Polizeihauptmann Greg Nickels. Diese Bewertung stützten die Beamten auf ein Telefongespräch des Mannes mit einer Notrufstelle. Kurz nach seiner Tat stellte er sich der Polizei, die das Gebäude der Jüdischen Föderation umstellt und mehrere umliegende Häuserblocks gesperrt hatte.

Der Täter verschaffte sich Zugang zu dem Gebäude, indem er den Moment abpasste, als eine Mitarbeiterin an der Eingangstür den geheimen Zugangscode eingab. Die Jüdische Föderation hatte in der vergangenen Woche gemeinsam mit anderen Organisationen zu einer Solidaritätskundgebung für Israel aufgerufen.

Vertreter der Antidiffamierungs-Liga riefen die jüdischen Bewohner von Seattle auf, zu Hause zu bleiben, statt zum Sabbat-Gebet aufzutauchen. Eine islamische Menschenrechtsgruppe verurteilte die Tat: Es handele sich um einen "sinnlosen Angriff auf eine religiöse Einrichtung", erklärte der Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen. Die moslemischen und jüdischen Gemeinden in Amerika müssten alles tun, um zu vermeiden, dass der derzeitige Konflikt im Nahen Osten auf die USA übertragen werde. 

Quelle: ap

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Vier Menschen verbrennen bei Flugzeugabsturz

Rheinstetten

Vier Tote bei Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs am Flugplatz Rheinstetten nahe Karlsruhe sind am Mittwoch ... mehr 

28-Jähriger sprang in den Rhein

Vermisster Rheinschwimmer in Köln geborgen

Ein 28 Jahre alter Mann ist bei einem Strandfest in der Nähe von Bonn in den Rhein gesprungen und ertrunken. Erst vier Tage später wurde sei ... mehr 

mehr Panorama
Aus der Region

28-Jähriger sprang in den Rhein

Vermisster Rheinschwimmer in Köln geborgen

Nach Amokalarm in Memmingen

Polizei findet 37 Waffen im Elternhaus

Sommerwetter hat ein Ende

Es wird deutlich kühler

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Mehr Panorama
Mann erschießt mehrere Menschen in Seattle
Mann erschießt mehrere Menschen in Seattle
In Seattle hat ein Mann ein Café gestürmt und .. mehr 
 
Mann erschießt mehrere Menschen in Seattle
Mann erschießt mehrere Menschen in Seattle
In Seattle hat ein Mann ein Café gestürmt und ..
mehr 
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Wieder erschüttert ein schweres Erdbeben Italien
Bei einem heftigen Erdbeben in Norditalien sind ..
mehr 
Süßes Elefantenmädchen spielt Fußball wie ein Profi
Süßes Elefantenmädchen spielt Fußball wie ein Profi
Wer braucht schon Robben, Beckham, Ballack und ..
mehr 
Bilder des Tages
Bilder des Tages
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Hier ..
mehr 
Groß-Razzia gegen Hells Angels in Norddeutschland
Groß-Razzia gegen Hells Angels in Norddeutschland
Mit einem Großaufgebot sind Staatsanwaltschaft ..
mehr 
Gasexplosion zerstört Haus in Bremerhaven
Gasexplosion zerstört Haus in Bremerhaven
Bei einer Gasexplosion in Bremerhaven ist ein ..
mehr 
Red Bull Flugtag: Tollkühne Piloten in fliegenden Kisten
Red Bull Flugtag: Tollkühne Piloten in fliegenden Kisten
Hobby-Piloten werfen sich am Pfingstmontag mit ..
mehr 
Deutsches Mädchen in Bosnien als Sklavin gehalten
Deutsches Mädchen in Bosnien als Sklavin gehalten
In Bosnien ist ein deutsches Mädchen acht Jahre ..
mehr 
 

Café gestürmt

Mann erschießt fünf Menschen in Seattle

Ein Mann hat am Mittwoch in einem Café in Seattle im US-Staat Washington das Feuer eröffnet und vier Menschen erschossen. Zwei Männer starben am Tatort, eine Frau und ein Mann erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen, wie Klinik-Sprecherin ... mehr

 
 
 

28-Jähriger sprang in den Rhein

Vermisster Rheinschwimmer in Köln geborgen

 
 

Afghanin verliert nach Angriff Baby

Mann wollte schwangerer Ehefrau Zunge abschneiden

Top-Services