Bei Raubmord verletzter Deutscher in Neu Delhi ist "wohl auf": Schrotkugeln in den Beinen
zuletzt aktualisiert: 17.07.2000 - 08:32Neu Delhi (dpa). Dem bei einem Raubmord in Indien schwer verletzten Deutschen geht es den Umständen entsprechend gut. "Trotz allem, was er hinter sich hat, ist er wohl auf", sagte der Arzt einer Privatklinik nach einer ersten Untersuchung am Montag der dpa. Der 28 Jahre alte Sportstudent aus Bayern hat Schrotkugeln in beiden Beinen. Seinen 27 Jahre alten Freund hatten die Mörder bei dem Überfall in der Nacht zum Donnerstag durch einen Kopfschuss getötet. Die Polizei verhaftete einen Verdächtigen und suchte am Montag noch nach fünf weiteren Beschuldigten.
Die Bande hatte nachts in das Zelt der beiden Trekking-Touristen geschossen und die Fliehenden verfolgt. Die Täter raubten 14.000 Rupien (etwa 640 Mark), Pässe und Flugtickets. Wegen schlechten Wetters konnten der Verletzte und die Leiche seines Freundes nicht wie geplant per Hubschrauber geborgen werden. Der 28-Jährige wurde in einer 20 Stunden dauernden Fahrt mit einem Krankenwagen aus Manali im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh nach Delhi geholt, wo er am Montagmorgen eintraf.
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