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Münster
Schwache Bremsen bei Wohnmobilen

Münster. Studie: Crashtest-Experten kritisieren zu lange Bremswege bei vielen Campern.

Viele schwere Unfälle mit Wohnmobilen wären nach Ansicht von Unfallforschern mit besseren Bremsen vermeidbar. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung von Crashtest-Experten vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, die gestern in Münster vorgestellt wurde. Demnach sind Unfälle mit Reisemobilen zwar sehr selten - 2015 machten sie nur 0,18 Prozent aller Unfälle mit Personenschäden aus. Wenn es kracht, gibt es allerdings oft Tote oder Schwerverletzte - häufiger aufseiten der Unfallgegner als bei den Reisemobilinsassen, wie eine Analyse der Unfallstatistik zeigt.

Oft handele es sich dabei um Auffahrunfälle. Eine Ursache für die Zusammenstöße sehen die Experten in den langen Bremswegen von 60 Metern. Angesichts des großen Gewichts der rollenden Wohn- und Schlafzimmer, die zudem nicht selten überladen seien, sei es inakzeptabel, dass die Bremsleistung sich nahe des Niveaus normaler Personenwagen bewege, kritisierte der Studienleiter Siegfried Brockmann.

Die Unfallforscher befragten Fahrer zur Sicherung und zum Zustand ihrer Beladung, nahmen die fahrdynamischen Eigenschaften von Wohnmobilen unter die Lupe und stellten in einem Crashtest reale Unfallkonstellationen nach.

(dpa)
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