Strudel von Vorwürfen wegen sexueller Misshandlungen: Schwere Vorwürfe gegen renommiertes Internat
zuletzt aktualisiert: 10.05.2000 - 13:39Lausanne (AP). Die renommierte Schweizer Privatschule Aiglon College de Villars ist in einen Strudel von Vorwürfen über sexuelle Misshandlungen geraten.
Nachdem drei Schülerinnen im vergangenen März von einem unbekannten Eindringling sexuell misshandelt worden sind, wurde nun bekannt, dass der Direktor der Schule im Kanton Waadt wegen anderer Sexualdelikte inhaftiert ist.
Der Direktor des Internats, das für die Töchter des englischen Prinzen Andrew vorgesehen ist, ist nach wie vor in Untersuchungshaft, wie der Waadtländer Untersuchungsrichter Jacques Antenen am Mittwoch zu einem Bericht der Westschweizer Tageszeitung "24 Heures" bestätigte.
Der Fall steht aber nicht im Zusammenhang mit den sexuellen Übergriffen auf drei College-Schülerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren von Mitte März dieses Jahres: Nach dem Bericht von "24 Heures" soll der Direktor des Internats der sexuellen Misshandlung seiner eigenen Kinder verdächtigt werden. Untersuchungsrichter Antenen wollte dazu jedoch keine Angaben machen.
Die in der Nacht vom vergangenen 16. auf den 17. März erfolgten Übergriffe auf die drei Internatsschülerinnen waren vom zuständigen Untersuchungsrichter Ende März bestätigt worden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Direktor des Instituts bereits in Untersuchungshaft. Der mit dem Fall der drei Schülerinnen betraute Untersuchungsrichter Pierre Veillon bestätigte am Mittwoch - entgegen früherer Dementis der Privatschule - erneut, dass sie sexuell misshandelt worden seien, ohne aber weitere Einzelheiten bekannt zu geben. In der Nacht auf den vergangenen 17. März war ein Eindringling in die Räumlichkeiten der Mädchen gelangt und hatte sie mit Trichloräthylen betäubt, um sie anschließend sexuell zu misshandeln.
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