Anlagebetrug in 52 Fällen: Sechs Jahre Haft für Finanzjongleur Harksen
zuletzt aktualisiert: 11.04.2003 - 16:33Hamburg (rpo). Sechs Jahre und neun Monate muss der Finanzjongleur und Millionenbetrüger Jürgen Harksen hinter Gitter. Das Gericht sah seine Schuld als erwiesen an.
Das Hamburger Landgericht sah es als erwiesen an, dass der 42-Jährige mehrere Anleger in 52 Fällen um enorme Summen betrogen hatte. Harksen war erst Ende 2002 nach neunjähriger Flucht von Südafrika nach Deutschland ausgeliefert worden.
Außerdem verhängte das Gericht ein Berufsverbot für den Anlageberater. Seine wegen Beihilfe mitangeklagte Ehefrau Jeanette wurde zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, ebenso ein Wirtschaftsprüfer, der Harksen fälschlicherweise ein Milliardenvermögen bescheinigt hatte. Mit dem Urteil lag das Gericht über den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die auf sechs Jahre plädiert hatte. Harksens Verteidiger hatte Freispruch gefordert.
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