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Essen
Seenotretter helfen 600 Menschen aus Notlagen

Essen. Seenotretter haben in diesem Jahr schon rund 600 Menschen aus Notlagen befreit - 53 von ihnen sogar aus akuter Seenot. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rückte bis Mitte Oktober zu 1800 Einsätzen aus, wie sie gestern in Essen bilanzierte. Im Vergleich zum Vorjahr (rund 1900) ist die Zahl der Einsätze leicht gesunken. Sie bleibe dennoch ähnlich hoch wie in den vergangenen zehn Jahren, sagte ein Sprecher.

Außerdem waren die Seenotretter von März bis Juni mit einem Kreuzer in der Ägäis, um griechische Kollegen auszubilden. Dort halfen sie zusätzlich dabei, Flüchtlinge zu retten, die auf Schlauchbooten von der türkischen Westküste zu den griechischen Inseln unterwegs waren. Innerhalb der Mission hat die deutsche Crew geholfen, rund 1100 Menschen aus Gefahren zu befreien, darunter etwa 200 Kinder.

Die Seenotretter finanzieren ihre Arbeit aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen. Auf etwa 20 Millionen Euro belaufe sich das jährliche Spendenvolumen im Schnitt, berichtete ein Mitglied des beschlussfassenden Gremiums der Gesellschaft. Die 180 festangestellten und 800 ehrenamtlichen Seenotretter betreiben an den deutschen Küsten und auf den Inseln 54 Stationen.

(dpa)
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