Motive für Sprung ungeklärt: Selbstmord-Brücke Göltzschtal
zuletzt aktualisiert: 20.07.2002 - 17:57Reichenbach (rpo). Immer wieder stürzen sich Selbstmörder von ihr in den Tod. Von der Göltzschtalbrücke in Sachsen sind erneut zwei Menschen hinunter gesprungen. Bei der 29-jährigen Frau sowie dem 28-Jährigen konnte nur noch der Tod festgestellt werden.
Das teilte die Polizeidirektion Plauen am Samstag mit. Spaziergänger, die dies beobachteten, verständigten die Polizei. Zu den Motiven für den selbstmörderischen Sprung von der oberen Ebene der Brücke konnten noch keine Angaben gemacht werden. Hinweise auf einen religiös motivierten Selbstmord lagen nicht vor. Ein Abschiedsbrief wurde ebenfalls nicht gefunden.
Die 150 Jahre alte Eisenbahnbrücke, die als weltgrößtes Ziegelsteinviadukt gilt, war im August vergangenen Jahres wegen mehrerer Selbstmorde bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Drei junge Männer im Alter von 14, 17 und 18 Jahren waren damals gemeinsam von der Brücke in den Tod gesprungen. Auf Abschiedsbriefen waren satanistische Symbole gefunden worden. Bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben sich aber später keine Hinweise auf Satanismus oder Sektenmitgliedschaft.
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