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Berlin
Smartphone-Apps warnen vor drohenden Extremlagen

Berlin. Von Unwetter muss man sich nicht überraschen lassen. Wer im Fall von gefährlichen Wetterlagen gewarnt sein möchte, muss nicht mehr den ganzen Tag Radio hören. Der Deutsche Wetterdienst bietet die App "WarnWetter", bei der Nutzer Orte angeben können, an denen sie sich häufig aufhalten. Per Pushbenachrichtigung werden sie gewarnt, wenn an diesen Orten Unwetter droht.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet zudem die App Nina an, die zudem Warnungen für den Zivil- und Katastrophenschutz liefert. Angeschlossen an diese App sind die Lagezentren der Bundesländer, des Bundes sowie einige Leitstellen der Kreise und Städte. Auch diese App arbeitet mit Push-Benachrichtigungen.

Andere Länder nutzen überdies ein Verfahren, das seinerseits an alle Smartphones in einer bestimmten Region von sich aus die Warnungen schickt. "Ob die Menschen es akzeptieren würden, dass der Staat Zugriff auf eine Vielzahl privater Handys ohne Einverständnis der Nutzerinnen und Nutzer nimmt, wage ich zu bezweifeln", sagte der Innenexperte der SPD-Fraktion, Burkhard Lischka. Der Innenexperte der Union, Stephan Mayer (CSU), hält auch andere Methoden zur Warnung weiter für sinnvoll: "Sicherlich war der Abbau des alten Zivilschutz-Sirenennetzes damals zu blauäugig", sagte Mayer.

Im Fall von Naturkatastrophen hilft der Bund grundsätzlich den Ländern im Einsatz. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lobte den Einsatz von THW und Bundespolizei: "Mehr als 1300 Einsatzkräfte haben die Länder intensiv bei der Folgenbewältigung der Unwetter der letzten Tage unterstützt, zum Teil Tag und Nacht", sagte de Maizière unserer Redaktion. "Ihrem unermüdlichen Einsatz gilt mein besonderer Dank, und ich wünsche ihnen und den Einsatzkräften in den Ländern viel Kraft für die weiter zu leistenden Arbeiten."

(may-/qua)
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