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Baikonur
Sonde soll nach Leben auf dem Mars suchen

Baikonur. Die europäische Raumfahrtagentur Esa und ihre russische Partnerbehörde Roskosmos haben gemeinsam eine Sonde zum Mars geschickt. Die Proton-M-Rakete hob am Montag vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ab. Damit gaben Esa und Roskosmos den Startschuss für ihr mehrere Milliarden Euro teures Projekt ExoMars, mit dem sie nach Spuren von Leben auf dem roten Planeten suchen wollen.

"Das ist ein ganz wichtiger Schritt", sagte Esa-Chef Jan Wörner vor dem Countdown in Baikonur. Trotz der Verstimmungen zwischen Russland und dem Westen etwa wegen der Ukraine-Krise zeige die Raumfahrt, dass eine professionelle Kooperation möglich sei. "Auch wenn es politisch eng wird, haben wir Themen der Zusammenarbeit." Die russische Proton-Rakete brachte einen Forschungssatelliten und ein Testlandemodul ins All. Der Satellit Trace Gas Orbiter (TGO) soll unter anderem die Zusammensetzung der Mars-Atmosphäre analysieren. Die Landeeinheit "Schiaparelli" soll nach Plan am 19. Oktober auf dem Nachbarplaneten aufsetzen. Für die Esa wäre dies die erste Mars-Landung seit ihrer Gründung 1975. Herzstück des Projekts ist der Einsatz eines Rovers auf dem Mars. Nach der bisherigen Planung soll der Roboter 2018 von Baikonur abheben. Kurz vor dem Start von ExoMars schloss Roskosmos-Chef Igor Komarow der Agentur Tass zufolge eine Verschiebung des zweiten Raketenstarts nicht aus - um zwei Jahre auf 2020.

(dpa)
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