Ziel: Kostenerstattung für medizinische Behandlung: Spanien: 3000 Kehlkopfkrebs- Kranke verklagen Tabakindustrie
zuletzt aktualisiert: 28.05.2000 - 18:11Madrid (dpa). Rund 3 000 spanische Kehlkopfkrebs-Kranke wollen die Tabakindustrie auf Schadenersatz verklagen. Wie die Anwälte der Kläger am Sonntag in Madrid mitteilten, wollen die Kranken erreichen, dass ihnen die Kosten für medizinische Behandlungen sowie für Therapien zur Wiedererlangung der Sprache erstattet werden.
Außerdem wollen sie die Tabakhersteller dazu bewegen, künftig auf den Zigarettenschachteln alle im Tabak enthaltenen Schadstoffe einzeln aufzulisten.
Die Klage solle am Mittwoch anlässlich des "Welttages ohne Tabak" bei Gericht eingereicht werden, hieß es. Es wäre die bedeutendste Klage dieser Art in Spanien gegen die Zigarettenhersteller.
Die Klage wird von 13 Vereinigungen von Betroffenen unterstützt. Sie berufe sich auf ärztliche Gutachten, aus denen hervor gehe, dass die Krebsleiden durch den Tabakgenuss ausgelöst worden seien, sagten die Anwälte. Ein Teil der Krebskranken habe die Krankheit bekommen, als es auf den Zigarettenpackungen noch keinerlei Warnhinweise gegeben habe.
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