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Hyères
Südfrankreich: Menschen fliehen vor Flammen

Hyères. In Südfrankreich haben gestern den dritten Tag in Folge Wälder gebrannt. Besonders betroffen war in der Nacht zum Mittwoch der Ort Bormes-les-Mimosas. Dort mussten etwa 10.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, wie die Präfektur des Départements Var mitteilte. Mehrere Häuser und ein Campingplatz wurden evakuiert. Der Ort liegt an der Küste zwischen Hyères und dem berühmten Badeort St. Tropez. Die Region ist ein beliebtes Feriengebiet. Die Campingplätze und Ferienhäuser seien in Ruhe und ohne Panik geräumt worden, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Bormes-les-Mimosas, François Arizzi, dem Nachrichtensender Franceinfo. "Alle hatten Angst wegen der Geschwindigkeit des Feuers." Die Menschen seien unter anderem in öffentlichen Gebäuden untergebracht worden.

Im gesamten Département Var wurden in den vergangenen Tagen nach Angaben der Präfektur etwa 3000 Hektar Wald und Vegetation zerstört. Franceinfo berichtete, insgesamt seien im Südosten des Landes sowie auf Korsika bereits 5000 Hektar Land abgebrannt.

Der Flughafen von Toulon musste zeitweise geschlossen werden, konnte aber mittlerweile den Betrieb wieder aufnehmen. Die Feuer seien im Département Var mittlerweile unter Kontrolle, teilte die Präfektur mit. Mehrere hundert Rettungskräfte seien aber weiter im Einsatz. Danach kämpften allein bei La Londes-les-Maures, der Nachbargemeinde von Bormes-les-Mimosas, 540 Feuerwehrleute gegen die Brände. Einige Rettungskräfte erlitten Verletzungen, die meisten allerdings nur leichte. Andere Menschen wurden nach ersten Informationen nicht verletzt.

Ursache für die Brände sollen die Trockenheit und der heiße Mistral-Wind sein. Im Nachbar-Departement Bouches-du-Rhône warnte der Wetterdienst Météo France gestern vor starkem Wind.

(dpa)
 
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