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Düsseldorf
Sven Lau rief zur Ausreise nach Syrien auf

Düsseldorf. Islamistenführer Sven Lau hat in seinen Internet-Auftritten seine Anhänger dazu aufgerufen, nach Syrien zu gehen. Zwar lasse Lau - vermutlich aus strafrechtlichen Gründen - offen, wem sie sich dort anschließen sollen, aber er richte sich an eine "Zielgruppe, die weiß, was sie daraus zu schließen hat", sagte der Islamwissenschaftler Ekkehard Rudolph, der für das Landeskriminalamt NRW die islamistische Szene analysiert und gestern im Prozess gegen Lau vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht aussagte. Die Zielrichtung sei, sich den "wahren Muslimen" anzuschließen, die gegen das Assad-Regime kämpften.

So habe Lau den Tod eines befreundeten Konvertiten aus dem Mönchengladbacher Salafisten-Umfeld bekanntgegeben, der in Syrien mit 23 Jahren gestorben sei. "Es ist an der Zeit, dass wir aufwachen und solchen Geschwistern Folge leisten", sagt Lau in seiner Video-Botschaft. Lau steht unter Terrorverdacht. Ihm wird vorgeworfen, die islamistische Terrormiliz Jamwa unterstützt zu haben, die später im "Islamischen Staat" aufgegangen war.

Quelle: RP
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