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Ehemalige Sowjetrepublik
Tadschikistan will Journalisten für unverständliche Texte bestrafen

Tadschikistan will Journalisten für undeutliche Texte bestrafen
Eingriffe in journalistische Arbeit sind in Deutschland undenkbar – in Tadschikistan sind sie alltäglich. FOTO: Montage: RP
Duschanbe. Dieses Gesetz der autoritären Führung der früheren Sowjetrepublik Tadschikistan dürfte den Zeitungslesern ausnahmsweise zugute kommen. Journalisten sollen künftig bestraft werden, wenn sie undeutlich formulieren.

Die autoritäre Führung der früheren Sowjetrepublik Tadschikistan bestraft Journalisten künftig für unverständlich formulierte Texte. "In manchen Artikeln stehen bis zu zehn Wörter, die einfache Leser nicht kennen. Das ist ein grober Verstoß gegen die geltende Amtssprache", sagte Gawhar Scharifsoda vom Komitee für Sprache in der Hauptstadt Duschanbe am Montag.

Eine Sondergruppe werde in dem zentralasiatischen Hochgebirgsland ab sofort in Zeitungen, aber auch im Fernsehen und im Radio nach unverständlichen Begriffen fahnden. Bei Verstößen gegen die Sprachnormen drohe eine Strafe bis zu 200 US-Dollar (rund 180 Euro), sagte Scharifsoda.

(heif/dpa)
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