Möglicherweise Explosion an Bord des Fliegers: Taiwan: Suche nach Opfern
zuletzt aktualisiert: 26.05.2002 - 11:28Taipeh (rpo). In Taiwan suchen Rettungsmannschaften weiter nach Opfern der Verkehrsmaschine, die am Samstag mit 225 Menschen an Bord in der Straße von Taiwan ins Meer gestürzt war.
Bis zum Morgen waren erst 27 Leichen geborgen. Taucher empfingen nach taiwanesischen Medienberichten Signale des Flugdatenschreibers und Stimmenrekorders, die wichtige Erkenntnisse über die Ursache des Unglücks liefern können.
Es gibt Hinweise, dass es vor dem Absturz eine Explosion an Bord gegeben haben könnte. Der Jumbo-Jet der taiwanesischen Fluggesellschaft China Airlines war am Samstag auf dem Weg von Taipeh nach Hongkong plötzlich vom Radar verschwunden und nahe der Pescadores-Inseln (Penghu) ins Meer gestürzt. Bauern sahen entlang der taiwanesischen Westküste Papierschnipsel, Gepäckzettel, Namenskarten und Schaumstoffstücke vom Himmel auf ihre Reisfelder und Häuser fallen. Experten des amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing und der US-Flugsicherheitsbehörde waren auf dem Weg nach Taiwan.
Vizetransportminister Chang Chia-chu sagte auf einer Pressekonferenz auf Fragen, ob das Flugzeug vielleicht von einer chinesischen Rakete getroffen worden sein könnte, zum Zeitpunkt des Unglücks habe es in dem Seegebiet keine militärischen Aktivitäten der Volksrepublik gegeben. Das Flugzeug vom Typ 747-200 war allerdings eines der ältesten in der Flotte der China Airlines und wurde nur noch dann eingesetzt, wenn keine anderen Maschinen zur Verfügung standen, wurde berichtet.
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