Jury entscheidet nach acht Stunden: Todesstrafe nach Massaker in New Yorker Imbiss-Stube
zuletzt aktualisiert: 27.11.2002 - 15:37New York (rpo). Acht Stunden brauchte die Jury für ihre Entscheidung: Dann verurteilte sie mehr als zwei Jahre nach der brutalen Ermordung von fünf Menschen bei einem Raubüberfall auf eine New Yorker Imbiss-Stube den Haupttäter zum Tode.
Es war die zweite Entscheidung einer Geschworenen-Jury für eine Hinrichtung seit 1995 in New York die Todesstrafe wieder eingeführt worden war. John Taylors Komplize Craig Godineaux wurde von der Todesstrafe ausgenommen, weil Gutachter ihn als geistig behindert eingestuft hatten. Er erhielt eine lebenslange Haftstrafe.
Angehörige der fünf Mordopfer fielen sich nach der öffentlichen Bekanntgabe des Jury-Beschlusses in die Arme. "Es hätte keine andere Strafe geben dürfen als den Tod", sagte der Bruder eines der Opfer. Taylors Anwalt John Youngblood erklärte: "Diese Entscheidung kann den Schmerz der Familien nicht wirklich lindern, sie fügt nur neuen Schmerz für andere Menschen hinzu." Er hatte zuvor zwei der vier Kinder des Mörders veranlasst, in einem gefühlsbetonten Appell um das Leben ihres Vaters zu bitten.
Taylor (38) und Godineaux (32) hatten am 24. Mai 2000 sieben Mitarbeiter eines Restaurants der Kette "Wendys" gefesselt und aus nächster Nähe in den Kopf geschossen. Zwei der Opfer überlebten schwerverletzt. Die Täter entkamen mit 2400 Dollar (gleiche Summe in Euro), wurden jedoch bald darauf gefasst. Godineaux hatte auf Geheiß Taylors auf fünf der sieben "Wendy"-Mitarbeiter geschossen - darunter auf die beiden, die das Massaker überlebten und später als Hauptbelastungszeugen aussagten. Taylor selbst hatte zwei der Opfer erschossen.
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