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Sydney
Tödliche Tier-Angriffe in Australien häufen sich

Sydney. Durch Angriffe von Haien und Krokodilen sind in den vergangenen Tagen in Australien drei Menschen gestorben.

Am Sonntag hatte ein Hai eine Taucherin angefallen und getötet. Der Tauchpartner konnte die 60-Jährige zurück ins Boot ziehen, doch sie sei gestorben, ehe die beiden den Mindarie-Strand bei Perth erreichten, berichtete die Polizei in Westaustralien gestern. Fischer hätten von einem mehr als fünf Meter langen Hai in der Region berichtet. Die Behörden schlossen den Strand nach den Vorfällen.

Erst am Freitag war ein Surfer gestorben, dem ein Hai drei Tage zuvor südlich von Perth ein Bein abgebissen hatte. Der 29-jährige Ben Gerring erlag im Krankenhaus in der Stadt Perth seinen Verletzungen, wie "Perth Now" am Samstag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Der Hai hatte ihm am Dienstag vor einem Strand in Mandurah angegriffen. Brian Williams, ein Freund des Wellenreiters, berichtete, dass Gerring hinter 20 anderen Surfern auf seinem Brett aufs Wasser hinausgeschwommen sei. "Im nächsten Moment brach die Hölle los und wir versuchten, ihn an Land zu bringen", sagte Williams dem Sender ABC. Das Surfbrett sei in zwei Teile zerbrochen gewesen, berichtete er. Zwei Surfer mit längeren Brettern seien herausgeschwommen und hätten Gerring aus dem Wasser geholt. Rettungsschwimmer hatten zuvor am Dienstag auf Twitter gewarnt, dass ein gut dreieinhalb Meter langer weißer Hai am Morgen vor einem nahegelegenen Strand gesichtet worden sei. Am Mittwoch fingen und töteten die Behörden einen mehr als vier Meter großen Hai, meldete "The Australian". Ob das Tier für den Angriff verantwortlich gewesen war, blieb noch unklar. Der Angriff war die erste ernsthafte Hai-Attacke in Australien seit März, als der Profisurfer Brett Connellan südlich von Sydney schwer verletzt worden war.

Vor Westaustralien gab es in den vergangenen 16 Jahren 15 tödliche Hai-Angriffe. Weil deutlich mehr Haie als früher vor der Küste gesichtet wurden, begannen die Behörde im Jahr 2014, Tiere zu töten. Das Programm wurde nach heftigen Protesten von Tierschützern wieder eingestellt.

In Queensland wurde eine Frau vermutlich von einem Krokodil gefressen. Wie die Polizei mitteilte, wurden mögliche menschliche Überreste in einem Krokodil gefunden, das am Freitag gefangen und eingeschläfert worden war. "Zu diesem Zeitpunkt sind wir der Ansicht, dass dies die Überreste einer Frau sind, die am 29. Mai vermisst gemeldet wurde", so die Polizei. Die Neuseeländerin war nachts beim Schwimmen angegriffen und unter Wasser gezogen worden. Es war die vierte Krokodilattacke im Norden Australiens in diesem Jahr.

(dpa)
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