Paul McCartney ist erschüttert: Trauer um Ex-Beatle George Harrison
zuletzt aktualisiert: 30.11.2001 - 20:58London (rpo). Die Musikwelt trauert um den Ex-Beatle George Harrison. Er ist in Los Angeles an Krebs gestorben.
Yoko Ono, die Witwe des 1980 ermordeten John Lennon, sagte am Freitag: "Danke George, es war großartig, dich zu kennen."
Sir Paul McCartney (59), der Harrison vor zwei Wochen noch zusammen mit Ringo Starr am Krankenbett besucht hatte, sagte: "Ich bin erschüttert und sehr, sehr traurig. Wir wussten, dass er seit langer Zeit krank war. Er war ein fantastischer Kerl und ein tapferer Mann und hatte einen wunderbaren Sinn für Humor. Er ist wirklich so etwas wie mein jüngerer Bruder gewesen." Sir Bob Geldof äußerte sich "schockiert". Harrison sei ein "zögerlicher Beatle" gewesen, dem sein weltweiter Ruhm immer ein wenig unangenehm gewesen sei. Sein Platz in der Musikgeschichte sei für alle Zeit sicher.
Ringo Starr (61) hat durch den Tod von George Harrison einen seiner besten Freunde verloren. Das sagte der ehemalige Schlagzeuger der Beatles am Freitag der britischen Nachrichtenagentur PA. "Ich habe ihn sehr gemocht und werde ihn schrecklich vermissen." Seine Tochter Lee Starkey wird zurzeit ebenfalls wegen eines Hirntumors behandelt.
Der englische Musiker Tony Sheridan, der als Entdecker und musikalischer Wegbereiter der Beatles gilt, hat sich nach dem Tod des Ex-Beatles George Harrison erschüttert gezeigt. "Ich bin tief betroffen über den Tod meines Freundes George Harrison", sagte er dem Hamburger Oldie-Radio fun fun 95. Die beiden Musiker kannten sich aus den Anfangstagen der Beatles, als diese in den frühen 60er Jahren als Begleitband von Tony Sheridan im Hamburger "Star Club" auftraten.
Harrison sei damals geradezu besessen vom Gitarrespielen gewesen, berichtete Sheridan. "Er wollte alles lernen, am liebsten über Nacht. Ich habe ihm natürlich alles, was ich konnte, gerne beigebracht". Schon damals habe sich Harrison aber im Vergleich zu John Lennon und Paul McCartney eher zurückgehalten. "Er war schon immer so ein bisschen Back-Seat, so im Hintergrund", sagte der 61-jährige Sheridan. Der in Norwich geborene Musiker lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Hamburg.
US-Präsident George W. Bush hat sich am Freitag in die weltweite Trauergemeinde nach dem Tod von George Harrison eingereiht. "Er hält die Beatles für eine der größten Musikgruppen aller Zeiten, und er ist traurig darüber, dass nun zwei der vier Beatles nicht mehr am Leben sind", sagte Präsidentensprecher Ari Fleischer in Washington. "Die Beatles sind ein großer Teil des Lebens aller Baby Boomer", fügte der Sprecher hinzu. Der 55-jährige Bush sei ein Beatles-Fan.
Harrison starb am Donnerstagabend um 22.30 Uhr MEZ im Haus eines Freundes in Los Angeles, wo er zuletzt wegen seines inoperablen Hirntumors behandelt worden war. Seine Frau Olivia und sein Sohn Dhani waren bei ihm.
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