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Medellín
Treibstoffmangel war Ursache für Absturz

Medellín. Das Flugzeug mit dem brasilianischen Fußballteam Chapecoense an Bord ist wohl wegen Treibstoffmangels abgestürzt. Das teilte die kolumbianische Luftfahrtbehörde mit. Bei dem Absturz waren 71 Menschen ums Leben gekommen, sechs Insassen der Maschine überlebten, darunter den Angaben zufolge einige der Spieler, ein Journalist und eine Stewardess. Zuvor war der Funkverkehr zwischen Piloten und dem Tower des Flughafens bei Medellín bekannt geworden, der dramatische Szenen unmittelbar vor dem Absturz am Montagabend offenbart.

Um die Überlebenden steht es kritisch. Torhüter Jackson Follmann sei im bedenklichsten Zustand, teilte der Verein mit. Dem 24-Jährigen wurde ein Bein amputiert, es wird befürchtet, dass der andere Fuß auch abgenommen werden muss. Der Zustand des Mannschaftskollegen Neto (31) sei "kritisch, aber stabil". Allan Ruschel (27) wurde an der Wirbelsäule operiert. Trotz der zahlreichen Verletzungen bestehe "Aussicht auf Besserung". In einem kritischen Zustand befindet sich auch ein Journalist.

Der deutsche Profifußball will mit einer Schweigeminute und Trauerflor am Wochenende der Opfer gedenken. Wie brasilianische Zeitungen berichten, bieten die Altmeister Zé Roberto, Ronaldinho und Juan Riquelme AF Chapecoense nun ihre Dienste an: Demnach sind beide bereit, ein oder zwei Saisons ohne Entgelt für den Verein zu spielen.

(dpa)
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