Neuer Verhandlungstermin: Trompeter-Krieg: Gutachter soll vor Gericht aussagen
zuletzt aktualisiert: 28.11.2001 - 15:41Detmold/Frankfurt/Main (rpo). Die umstrittenen Trompetenkünste des Volksmusik-Stars Stefan Mross sollen noch einmal öffentlich vor Gericht erörtert werden. Das Frankfurter Landgericht hat für den 12. Februar kommenden Jahres einen Verhandlungstermin angesetzt. Dann soll der der Detmolder Musikwissenschaftler Max Sommerhalder angehört werden.
Er hat bereits ein schriftliches Gutachten über die musikalischen Fähigkeiten des beliebten Volksmusikers vorgelegt. Eine Entscheidung in dem Zivilverfahren wird es nach Angaben des Vorsitzenden Richters vom Mittwoch zu dem Verhandlungstermin aber noch nicht geben.
In dem Rechtsstreit geht es darum, ob Einspielungen des klagenden Studio-Trompeters Alexandre Malempre aus Karben bei Frankfurt in diversen Mross-Titeln als Hauptstimme verwendet worden sind. Gutachter Sommerhalder hatte sowohl Malempre als auch Stefan Mross vorspielen lassen. Letzterer soll nach Darstellung von Malempres Anwalt Bernd Dietrich nicht in der Lage sein, ein Trompetenkonzert ohne Playback oder Hilfe anderer Trompeter zu überstehen. Zur Einspielung einer CD in Studio-Qualität sei Mross nicht fähig, behauptet Dietrich. Bei Mross´ jüngstem Hit "Mambo Fieber" stamme die Trompetenstimme sogar von einem Keyboard.
Mross und seine Münchner Produktionsfirma Montana hatten erhebliche Einwände gegen die Expertise Sommerhalders erhoben. Sie haben auch noch ein Ablehnungsgesuch gegen den vom Gericht bestellten Gutachter eingelegt, über das aber noch nicht entschieden ist. Das bereits seit März vorliegende Gutachten selbst soll vom Gericht nicht veröffentlicht werden, ist aber Bestandteil der Prozessakten.
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