Zwei Touristenboote waren zusammengestoßen: Türkei: 33 Menschen sterben bei Bootsunglück
zuletzt aktualisiert: 21.05.2000 - 19:24Ankara (dpa). Mindestens 33 Menschen sind bei dem Untergang türkischer Ausflugsboote auf dem Schwarzen Meer ums Leben gekommen. Am Sonntag fanden die Rettungskräfte weitere zehn Tote im Wasser, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.
Fünf Menschen galten noch als vermisst. Die Boote seien überfüllt gewesen. Fast alle Opfer seien Frauen und Kinder, die nicht schwimmen konnten. Am Samstagabend waren zwei türkische Touristenboote in der Nähe der Stadt Besikduzu, etwa 35 Kilometer westlich von Trabzon, zusammengestoßen und gekentert. Unter den Passagieren waren nach ersten Erkenntnissen keine Ausländer.
Am Sonntag suchten die Mannschaften weiter nach Opfern. Wegen einer Unterströmung könnten die Verunglückten jedoch hinausgetrieben worden sein, meldete Anadolu. Die ersten Toten wurden am Sonntag beerdigt. Es habe vor dem Unglück keine Warnung gegeben, sagte der 14-jährige Hazret Dilli, der gerettet wurde. "Eine große Welle kam. Zuerst kippte das große Boot um und dann sank unser Boot." Beide Kapitäne seien lebend geborgen und anschließend festgenommen worden, hieß es. Nach dem Unglück konnten die Rettungsmannschaften insgesamt 15 Menschen retten.
Bei den Touristenschiffen handelte es sich um umgebaute Fischerboote. Bei solchen Ausflügen sind oft zu viele Menschen an Bord. Häufig fehlen Rettungsmittel. Die Boote waren im Rahmen eines Festivals gestartet.
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