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Hamburg
Umfrage: Deutsche sehen Kleidung als Wegwerfware

Hamburg. Bekleidung ist einer Umfrage im Auftrag von Greenpeace zufolge zum Wegwerfartikel geworden. Von den 5,2 Milliarden Kleidungsstücken in deutschen Schränken würden 40 Prozent sehr selten oder nie getragen, teilte die Umweltschutzorganisation mit. Jeder Achte trage seine Schuhe weniger als ein Jahr lang. Kaum jemand lasse Kleidung ausbessern. Mode sei zum Wegwerfartikel wie Einweggeschirr verkommen, kritisierte Greenpeace-Expertin Kirsten Brodde. Für wichtig werde gehalten, den schnell wechselnden Trends zu folgen. Kleidung würde daher rasch aussortiert und lande im Sammelcontainer oder im Müll.

Im Durchschnitt besitzen Frauen laut der Umfrage 118 Kleidungsstücke (ohne Strümpfe und Unterwäsche), Männer 73 Teile. Zum Bild der Wegwerfmentalität passt, dass die Hälfte der Befragten noch nie Kleidung zum Schneider gebracht hat. Mehr als die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen war noch nie beim Schuster. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten sortieren Kleidung aus, weil sie ihnen nicht mehr gefällt. 83 Prozent der Befragten haben noch nie Kleidung getauscht, über die Hälfte noch nie welche verkauft. Mehr als 1000 Menschen zwischen 16 und 69 Jahren waren befragt worden.

(dpa)
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