Insgesamt 20000 Menschen betroffen: Unwetter in Marokko machen Tasuende obdachlos
zuletzt aktualisiert: 01.12.2002 - 12:35Rabat (rpo). In Marokko sind in den vergangenen Tagen bei schweren Regenunwettern mindestens 63 Menschen getötet und 17 verletzt worden. 26 Opfer wurden nach Angaben von Regierungssprecher Nabil Benabdallah noch vermisst.
Tausende von Marokkanern wurden obdachlos. Internationale Hilfsorganisationen schätzten am Wochenende, dass rund 5000 Familien ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Insgesamt seien 20 000 Menschen von den Folgen der Überschwemmungen betroffen.
Die meisten Opfer waren in der Provinz Settat im Zentrum des Landes zu beklagen. Dort war der Fluss Bengueribi über die Ufer getreten. König Mohammed VI. besuchte das Katastrophengebiet und übergab 30 Tonnen Hilfsgüter, darunter Medikamente und Notzelte. Das Internationale Rote Kreuz sagte eine Soforthilfe von rund 400 000 Euro zu.
Das Hochwasser hatte in Mohammedia nördlich von Casablanca zudem einen Großbrand in der wichtigsten Erdölraffinerie des nordafrikanischen Landes ausgelöst. Mehrere Treibstofflager explodierten. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, vier wurden verletzt. Der Sachschaden wurde auf 150 Millionen Euro geschätzt. Die Tankstellen erlebten einen Ansturm von Autofahrern, die sich aus Angst vor einer Benzinknappheit mit Treibstoff eindeckten.
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