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Colombo
Unwetter verwüstet Teile Sri Lankas

Colombo. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens 58, Tausende sind auf der Flucht.

Auf mindestens 58 ist die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern im Inselstaat Sri Lanka gestiegen. Mehr als 300.000 Menschen befinden sich auf der Flucht und wurden zum Teil in Notunterkünften untergebracht, wie ein Sprecher des Militärs gestern bestätigte. Extreme Regenfälle im Zentrum und an der Westküste hatten in den vergangenen Tagen Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Zwei besonders schwere Erdrutsche in der Nacht zum Mittwoch verschütteten zwei Dörfer im Distrikt Kegalle, rund 100 Kilometer von der Hauptstadt Colombo entfernt. Die Behörden befürchten hier noch zahlreiche weitere Opfer, 140 Personen werden noch vermisst. Mit jeder Stunde schwindet die Hoffnung, noch Überlebende zu finden.

Sri Lanka hat in den vergangenen Tagen extreme Unwetter erlebt. Der Südwest-Monsun, der ab dem Mai den Süden, Westen und das Zentrum des Landes überzieht, war in diesem Jahr besonders stark. Die Katastrophenschutzbehörde hatte die Bewohner der Region bereits vor Tagen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, jedoch keine alternativen Unterkünfte angeboten. Wie das Militär mitteilte, sind manche Ortschaften komplett unter Schlammlawinen verschwunden. Wo früher Häuser standen, steht nichts mehr.

Urlauber in Sri Lanka können derzeit womöglich nicht alle Teile des Landes ohne Einschränkungen bereisen. Betroffen von Überflutungen und Erdrutschen sind dem Auswärtigen Amt zufolge die Regionen Kandy, Nuwara Eliya, Badulla, Kegalle, Ratnapura, Monaragala und Kurunegala im zentralen Hochland. Teile dieser Regionen sind auch bei Touristen sehr beliebt. Die alte Königsstadt Kandy zum Beispiel ist fester Bestandteil der meisten Rundreisen und eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Wer eine Reise durch das Land gebucht hat, kontaktiert am besten seinen Veranstalter, weitere Infos: www.auswaertiges-amt.de.

(dpa)
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