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Freihung
Ursache für Zugunglück mit zwei Toten noch unklar

Freihung. Ein Regionalzug ist in Bayern auf einem Bahnübergang in einen Schwertransporter gerast, der Lokführer und der Fahrer des Lastwagens starben. 18 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Nach dem Unglück in Freihung begann gestern Mittag die Bergung der Fahrzeuge. Auch die Gleise seien beschädigt worden. Infolge des Aufpralls wurde der vordere Teil des Zugs zertrümmert. Beide Fahrzeuge gerieten in Brand. Sowohl die Lokführerkabine als auch der Führerstand des Lkw brannten aus.

Nach ersten Ermittlungen war der Tieflader, der einen Militär-Lastwagen transportierte, am späten Donnerstagabend aus noch unbekannter Ursache auf dem Bahnübergang liegengeblieben. Der aus Nürnberg herannahende Regionalzug habe nicht mehr bremsen können: Er prallte auf das Führerhaus des Tiefladers, riss die Kabine ab und schob sie mehrere Hundert Meter vor sich her. Der 35 Jahre alte Lokführer und der 30 Jahre alte Lastwagenfahrer wurden getötet. Der Beifahrer des Transporters überlebte. Die meisten Verletzten stammen aus der Oberpfalz. In dem Zug saßen auch zehn Jugendliche und zwei Betreuer eines Jugendzentrums.

Wie schnell der Zug unterwegs war, muss ein Gutachten klären, wie die Polizei mitteilte. Züge könnten auf der Strecke bis zu 140 Kilometer pro Stunde fahren. Der Gutachter habe noch in der Nacht seine Arbeit an der Unglücksstelle aufgenommen. Der Bahnübergang ist nach Angaben eines Bahnsprechers mit Lichtzeichen und Halbschranken gesichert. Eine Routineprüfung habe die Funktionstüchtigkeit der Anlage kürzlich bestätigt.

Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein. Der Konzern rechnet damit, dass die Züge auf der Strecke ab Montag wieder rollen werden.

(dpa)
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