Gericht verfügt:: US-Arbeitgeber muss für Anti-Baby-Pille zahlen
zuletzt aktualisiert: 14.06.2001 - 09:55Seattle (rpo). Nach einem Gerichtsbeschluss muss erstmalig ein Arbeitgeber in den USA für die Verhütungsmittel der weiblichen Angestellten aufkommen. Hintergrund: Sterilisation und Pontenzmittel für Männer werden von dem beklagten Unternehmen bezahlt, während Frauen für ihre Anti-Baby- Pille oder auch Spirale selbst aufkommen müssen. Das Gericht befindet: Das ist ein Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichheit beider Geschlechter.
Die von amerikanischen Frauenverbänden gefeierte Entscheidung betrifft eine Drogerie-Kette mit Sitz in Seattle (Bundesstaat Washington). Experten gehen davon aus, dass der Gerichtsbeschluss es auch Frauen bei anderen Unternehmen erleichtern wird, die Kostenerstattung für Verhütungsmittel zu erreichen.
Die Familienplanungs-Organisation Planned Parenthood hatte die Kette "Bartell Drug" im Namen einer Apothekerin bei einem Bundesgericht in Seattle verklagt. Das Gericht gab der Klägerin am Dienstag (Ortszeit) recht und befand, es handele sich tatsächlich um eine unzulässige Diskriminierung. Frauenverbände sprachen von einem wichtigen Sieg im Kampf für Gleichberechtigung im Gesundheitswesen. Weiblichen Bundesangestellten steht das Recht auf Kostenerstattung für Verhütung schon seit 1998 zu.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







