Klage wegen Diskriminierung: USA: Arbeitgeber muss Pille bezahlen
zuletzt aktualisiert: 13.06.2001 - 06:44Seattle (rpo). Neues Urteil aus den USA: Dort muss ein Arbeitgeber jetzt für Verhütungsmittel seiner weiblichen Angestellten aufkommen. Eine Mitarbeiterin einer Drogerie-Kette hatte wegen Diskriminierung geklagt und jetzt Recht bekommen.
Amerikanische Frauenverbände, die seit Jahren dafür kämpfen, dass Arbeitgeber die Kosten für Verhütungsmittel übernehmen, haben vor einem Bundesgericht in Seattle (US-Bundesstaat Washington) einen Sieg errungen. Nach dem Urteil vom Dienstag muss die Drogerie-Kette "Bartell Drug" durch ihre Versicherung für die Verhütungsmittel der weiblichen Angestellten aufkommen.
Eine 27-jährige Apothekerin hatte das Unternehmen wegen "Diskriminierung auf Grund des Geschlechts" verklagt. Jennifer Erickson fühlte sich benachteiligt, weil viele Krankenversicherungen zwar für Potenzmittel wie Viagra und für Sterilisationen bei Männern zahlen, nicht aber für die Anti-Baby-Pille.
Frauenverbände begrüßten das Urteil als einen wichtigen Sieg im Kampf um Gleichberechtigung im Gesundheitswesen. Weiblichen Bundesangestellten steht das Recht auf kostenlose Verhütungsmittel bereits seit 1998 zu.
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