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Ningbo
Verheerende Explosion in China

Ningbo. Häuser wurden dem Erdboden gleich gemacht, überall lagen Trümmer.

Bei einer gewaltigen Explosion in der ostchinesischen Hafenstadt Ningbo südlich von Shanghai sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete das Staatsfernsehen. Zwei davon seien schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge gestern morgen auf einem Fabrikgelände im Bezirk Jiangbei, wo es Abrissarbeiten gegeben habe. Nahegelegene Häuser stürzten ein, andere wurden schwer beschädigt.

"Die Explosion war wie ein Erdbeben", berichtete der Besitzer eines Frühstückrestaurants der Nachrichtenagentur Xinhua. Der Zeiger seiner Uhr war Punkt 8.55 Uhr stehengeblieben. Die Explosion ereignete sich in einem gewerblichen Gebäude, das bald abgerissen werden sollte. Bewohner habe es dort nicht gegeben, aber einige Arbeiter könnten möglicherweise vor Ort gewesen sein, berichteten Staatsmedien.

Die Ursache der Explosion war gestern noch nicht geklärt. Augenzeugen berichteten von einer Erschütterung und einer großen Rauchwolke. 16 Löschzüge der Feuerwehr rückten aus. Dutzende Autos wurden von herumfliegenden Trümmern verbeult. Die Wucht war so groß, dass umliegende Gebäude dem Erdboden gleichgemacht waren. Überall lagen Trümmer, Mauersteine und Gitter herum. Im Umkreis von einem Kilometer barsten die Fensterscheiben.

China wird immer wieder von Industrieunglücken heimgesucht. Oft werden gefährliche Materialien oder auch Sprengstoff für Berg- und Straßenbau unsachgemäß gelagert. So ereignete sich vor gut zwei Jahren in einem Gefahrgutlager im Hafengebiet der nordchinesische Metropole Tianjin ein verheerendes Explosionsunglück, bei dem 173 Menschen ums Leben kamen. Unter den Toten waren viele Feuerwehrleute, die zu einem Brand in dem Lager geeilt waren, als sich die heftigen Explosionen ereigneten.

(dpa)
 
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