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Angermünde
Verletzte nach Explosionen in Munitionsfirma

Angermünde. Bei zwei Explosionen in einer Firma für Munitionsentsorgung nahe der polnischen Grenze sind in Brandenburg mehrere Menschen verletzt worden. Bei der ersten Detonation erlitt ein Mitarbeiter schwere Verletzungen und wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, so die Polizei.

Nach zwei Explosionen in einer Firma für Munitionsentsorgung in Brandenburg hat sich die Zahl der Verletzten auf sechs erhöht. Zunächst war nur von vier die Rede gewesen, wie die Polizei am Freitag in Potsdam mitteilte. Neben einem schwer verletzten 32 Jahre alten Mitarbeiter handelt es sich um zwei Feuerwehrleute und einen weiteren Mitarbeiter. Außerdem mussten ein an den Unglücksort in Pinnow (Uckermark) geeilter Notarzt und ein Sanitäter nach einer zweiten Detonation mit leichten Verletzungen ärztlich behandelt werden.

Am Freitag gehen die Untersuchungen von Experten in der Anlage weiter. Es werde vor allem geprüft, wie es zu den zwei Explosionen kommen konnte und was explodiert ist.

Der Firmenstandort liegt bei Angermünde, etwa 100 Kilometer von Berlin entfernt. In dem Unternehmen hatte es bereits 2004 einen tödlichen Unfall gegeben. Ein Arbeiter starb damals, als er Munition zur kontrollierten Sprengung in einer Vakuumkammer vorbereitete. Die Firma ist auf die Entsorgung, Zerlegung und das Recyceln etwa von Raketen, Munition und Zündern aus der früheren DDR und der früheren sowjetischen Armee spezialisiert. Auch Streubomben der Bundeswehr werden dort entsorgt.

(dpa)
 
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