| 11.10 Uhr

Suche nach "ARA San Juan"
Flugzeug entdeckt bei U-Boot-Suche Objekt auf Meeresgrund

Verschollenes U-Boot ARA San Juan: US-Navy entdeckt Objekt auf Meeresgrund
Ein undatiertes Foto, das von der argentinischen Marine zur Verfügung gestellt wurde, zeigt das U-Boot ARA San Juan. FOTO: dpa, NP wst
Buenos Aires. Bei der Suche nach dem verschollenen argentinischen U-Boot hat ein Flugzeug der US-Navy in 70 Meter Tiefe im Südatlantik ein Objekt ausfindig gemacht. Dabei könnte es sich um das vermisste U-Boot "ARA San Juan" handeln.

Auf dem Radarschirm des Flugzeugs sei ein Wärmeflecken erschienen, der darauf hindeute, dass es sich um das vermisste U-Boots "ARA San Juan" handeln könnte, berichteten am Dienstag (Ortszeit) übereinstimmend der Sender Radio Mitre und die Zeitung "Clarín". Ein Mini-U-Boot sei zu dem Punkt 300 Kilometer östlich des patagonischen Hafens Puerto Madryn entsandt worden, um das Objekt zu identifizieren. Das Verteidigungsministerium wollte die Berichte nicht bestätigen.

Die "ARA San Juan" war auf dem Rückweg von einem Routineeinsatz zu ihrem Stützpunkt in Mar del Plata, etwa 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires, als der Kontakt abbrach. Dort konzentrierte sich  die Suche nach dem U-Boot. Nach dem Empfang möglicher Notsignale hatte sich die Suche nach dem im Südatlantik vermissten U-Boot der argentinischen Marine am Sonntag intensiviert. Es beteiligten sich Flugzeuge und Schiffe aus Argentinien, Brasilien, Großbritannien, Chile und Uruguay sowie unter anderem vier unbemannte Mini-U-Boote der US-Marine und ein Nasa-Suchflugzeug.

In der patagonischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia wurde den Berichten zufolge das regionale Krankenhaus auf Anforderung der argentinischen Kriegsmarine in Bereitschaft versetzt. Alle geplanten Operationen wurden verschoben und vier Säle frei gehalten, um die Besatzungsmitglieder des U-Boots gegebenenfalls einliefern zu können.

In Argentiniens südlicher Provinz Chubut halten sich Truppen bereit, falls das U-Boot "ARA San Juan" geortet wird. FOTO: dpa

Die internationale Suchaktion nach dem verschollenen U-Boots ist nach Angaben der argentinischen Kriegsmarine in einer "kritischen Phase".
Der Kontakt mit dem U-Boot war am 15. November abgerissen. "Unsere Sorge um die Sauerstoffreserve an Bord steigt an", sagte am Dienstagabend (Ortszeit) der Marinesprecher, Kapitän Enrique Balbi.
Das U-Boot mit 44 Menschen an Bord verfüge über Sauerstoff für sieben Tage, wenn es nicht auftauchen kann.

(juju/dpa)
 
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