Freundin dementiert Zeitungsbericht: Vertraute: Maximilian Schell nicht in Lebensgefahr
zuletzt aktualisiert: 05.09.2000 - 12:15München (dpa). Oscar-Preisträger Maximilian Schell befindet sich nach Angaben einer Vertrauten nicht in Lebensgefahr, sondern ist vielmehr auf dem Wege der Besserung. Der an einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse schwer erkrankte 69 Jahre alte Schweizer Schauspieler erhole sich langsam, sagte die Vertraute am Dienstag in München der dpa.
"Es geht ihm von Tag zu Tag besser", sagte die Vertraute und wies damit die Darstellung zurück, Schell befinde sich im Todeskampf. Die "Bild"-Zeitung meldete am Dienstag, der Schauspieler werde künstlich ernährt, die Ärzte würden die Lage als "sehr ernst" bezeichnen.
Schell war vor zwei Wochen bei einem Filmfest in der lettischen Hauptstadt Riga zusammengebrochen und nach einem Klinikaufenthalt in Riga nach München geflogen worden. Er wird im Universitätsklinikum rechts der Isar der technischen Universität München behandelt.
Medizinisches Bulletin angekündigt
Für den Nachmittag haben die behandelnden Ärzte ein medizinisches Bulletin angekündigt.
Schell, 1930 in Wien geboren, wurde als Schauspieler in Filmen wie "Der Rosengarten" oder "Das Urteil von Nürnberg" bekannt. Für seine Rolle als Ankläger in diesem Streifen erhielt Schell 1961 einen Oscar als bester Darsteller. Regie führte er unter anderem in der Dürrenmatt-Verfilmung "Der Richter und sein Henker". Schell feierte Triumphe nicht nur in Europa, sondern auch in Hollywood und Moskau. Er schrieb Stücke wie "Herostrat" (1966) und wurde Regisseur an internationalen Bühnen.
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