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Rio De Janeiro
Von Rio nach Lima - längste Buslinie der Welt gestartet

Rio De Janeiro. Mit einem Linienbus vom Atlantik in Rio de Janeiro zum Pazifik in Lima ist die mit 6200 Kilometern längste Busverbindung der Welt offiziell in Betrieb gegangen. Insgesamt dauert die Reise durch das Amazonasgebiet über die Anden bis in Perus Hauptstadt nach Angaben der Busgesellschaft Ormeño rund 102 Stunden und kostet etwa 185 Euro. Dabei sind immer mindestens zwei Fahrer, die jeweils vier Stunden fahren und sich dann in den Schlafkojen an Bord ausruhen. Der Bus hat 44 normale und 12 Schlafsitze. Pro Tag soll es neben Tankstopps nur zwei Essens- und Toilettenpausen geben.

Nach Angaben der Gesellschaft gibt es nirgendwo sonst eine so lange Direktlinie, bisher galten die Strecken Lima-Caracas und Lima-São Paulo als längste Buslinie in anderen Kontinenten gibt es vor allem lange Zuglinien wie die Transsibirische Eisenbahn.

Das Bahnnetz ist in Südamerika nur schwach ausgebaut, es gibt fast keine grenzüberschreitenden Strecken, der Bus ist neben dem Flugzeug das wichtigste Verkehrsmittel zum Reisen. In dem zweistöckigen Reisebus können bis zu 56 Passagiere mitfahren. Pro Tag gibt es neben Tankstopps zwei Pausen zum Essen und für den Toilettengang. Der Bus war in Lima gestartet, kam am Freitag in Rio an und startete am Samstag von dort zur Premierenfahrt vom Atlantik zum Pazifik. Seit einigen Jahren gibt es zwischen Brasilien und Peru eine asphaltierte Straße, die Transocéanica. Auf der Strecke passiert der Bus Cusco, von wo aus viele Touristen die Inka-Stätte Machu Picchu besuchen.

Für die nächsten Fahrten gibt es nach Angaben der Betreiber auch schon mehr Buchungen, denn es ist eine halbwegs günstige Variante, um beim Karneval dabeizusein und dann von Rio wieder zurück nach Peru zu fahren. Viele Touristen könnten künftig vor allem den Abschnitt bis Cusco nutzen - so die Hoffnung.

(dpa)
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