Aber weiter Warnung: Vulkanausbruch immer unwahrscheinlicher
zuletzt aktualisiert: 28.06.2000 - 18:03Tokio (AP). Meteorologen auf der japanischen Insel Miyakejima haben am Mittwoch weitgehend Entwarnung gegeben: Der befürchtete starke Ausbruch des Vulkans Oyama ist ihrer Ansicht nach eher unwahrscheinlich.
Die gefährlichen Erdstöße erschütterten immer weniger die Insel Miyakejima, 190 Kilometer südlich von Tokio, sondern inzwischen mehr das westlich davon gelegene Seegebiet. Mehr als 2.500 Inselbewohner, die am Montag ihre Häuser verlassen mussten, harrten aber weiter in Notunterkünften aus.
Vertreter der regionalen Behörden trafen sich am Mittwoch, um über die baldige Rückkehr der evakuierten Menschen zu beraten, warnten aber vor voreiligen Schritten. Erst müsse absolut sicher sein, dass der Vulkan nicht ausbreche, erklärte der Regierungsbeauftragte Masao Umeda.
Schiffe der Marine hatten am Dienstag beobachtet, wie Dampf von der Meeresoberfläche aufstieg. Die Seismologen gehen davon aus, dass der Oyama etwa 1,8 Kilometer vor der Westküste von Miyakejima bereits unter Wasser ausgebrochen ist. Darauf deutete auch eine Gelbfärbung der Meeresoberfläche hin. Zuletzt war der 806 Meter hohe Oyama 1983 ausgebrochen. Bei einer Eruption im Jahr 1940 kamen elf Menschen ums Leben.
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