Becker gegen Becker: Weiter Ringen um Ende des "Rosenkriegs"
zuletzt aktualisiert: 10.01.2001 - 09:50Miami (dpa). Im Trennungsstreit zwischen Boris und Barbara Becker um Geld und Kinder geht das Ringen um eine Einigung weiter. Wie aus dem Umfeld des früheren Tennisstars am Dienstagabend in Miami (US- Bundesstaat Florida) verlautete, gebe es noch "nichts Neues". Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat der frühere Tennisstar seiner Frau ein Angebot vorgelegt, das den "Rosenkrieg" beenden soll, ohne dass sich beide weiter vor Gericht in Florida darüber streiten müssen.
Offen blieb, wie viel Geld Barbara Becker nach der Trennung bekommt. Ein Bericht in der Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung, dass die 34-Jährige eine Summe zwischen zehn und 20 Millionen Mark erhalten könnte, wurde auf Anfrage der dpa im Boris-Becker-Umfeld nicht bestätigt. Nach dem in Deutschland geschlossenen Ehevertrag sind für das Ex-Model fünf Millionen Mark vorgesehen, Boris Beckers Vermögen wird auf rund 200 Millionen Mark geschätzt.
Nach dem Vorschlag von Boris Becker würde sich das Paar das Sorgerecht für die Söhne Noah Gabriel (6) und Elias Balthasar (1) teilen. "Von meiner Seite aus ist alles getan. Barbara muss nur noch unterschreiben", sagte Becker der "Bild". Seine Frau könne allerdings bestimmen, dass die Söhne in Florida bleiben, hieß es. Er selbst hatte die Kinder zurück nach München holen wollen.
Das einstige Vorzeigepaar hatte am vergangenen Montag in letzter Minute eine drohende Schlammschlacht vor Gericht verhindert. Die zweite gerichtliche Anhörung in Miami wurde nach nur sieben Minuten Dauer auf Wunsch beider Parteien vertagt. Die Beckers selbst, die sich gemeinsam mit ihren Anwälten getroffen hatten, waren nicht erschienen. Nach der Wende bleibt ihnen nun eine Frist bis zum 18. Januar. Dann steht erneut ein Gerichtstermin an. Wenn es keine weitere Anhörung in Florida mehr gibt, kommt es wahrscheinlich zu einem Scheidungsverfahren in München, dem deutschen Wohnsitz der Beckers. Dort hat der Tennisstar die Scheidung eingereicht.
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