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Zuletzt bei Skihütte in Tirol gesehen: Wetten auf JJ1: Wo wird der Bär eingefangen?

zuletzt aktualisiert: 08.06.2006 - 16:23

Frankfurt/Main (rpo). Braunbär "JJ1" wurde am Donnerstag zuletzt in Tirol nahe der österreichisch-deutschen Grenze gesichtet. Am späten Mittwochabend machte er sich an einer Skihütte in 1.805 Meter Höhe bemerkbar, wie der Hüttenwirt Robert Fankhauser berichtet. Der Kult um JJ1 geht derweil weiter: Buchmacher lassen inzwischen wetten, wo der Bär wohl eingefangen wird. 

Seine Freundin habe beim Schlafengehen ungewöhnliche Laute gehört, sagte Hüttenwirt Fankhauser. Sie seien nach draußen gegangen und hätten gesehen, wie der Bär weglief. Bei Tagesanbruch habe er 15 bis 20 Zentimeter große Abdrücke von Bärentatzen in der Erde gesehen. Der Hüttenwirt erklärte, in dem weitläufigen Gelände würden 400 bis 500 Schafe leben. Verendete oder verletzte Tiere habe er nicht finden können, berichtete Fankhauser.

"JJ1" hatte an Pfingsten zwei Mal bei Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Schafe gerissen. In der Nacht zum Dienstag hatte er einen Kaninchenstall im österreichischen Weidach, nur wenige Kilometer südwestlich von Mittenwald, einen Kaninchenstall ausgeräumt.

Die Umweltstiftung WWF hat die zwei von ihr beschafften Bärenfallen in der Nähe der Orte gebracht, wo der Bär vermutet wird. Weitere Fangversuche seien aber erst dann sinnvoll, wenn er sich berechenbar in einer Gegend aufhielte, sagte ein Sprecher. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums hat es zuvor schon 25 vergebliche Versuche gegeben, den zwei Jahre alten Braunbären einzufangen. Der geplante Einsatz einer finnischen Hundestaffel soll in Kürze beginnen.

Laut einer Forsa-Umfrage für den Sender n-tv plädierte eine Mehrheit der 1.000 Befragten dafür, den Bären nicht zu erschießen. Zwei von drei (69 Prozent) sprachen sich dafür aus, "JJ1" lebend zu fangen und in einen Wildpark zu bringen. Nur zwölf Prozent waren dafür, den Bären notfalls zu töten. Jeder Fünfte (19 Prozent) meinte, man sollte das Raubtier ganz in Ruhe lassen.

Unterdessen hat ein Grazer Wettbüro eine "Online-Bärenwette" gestartet, in welchem Land der Braunbär eingefangen wird, wie APA berichtete. Als Optionen würden Deutschland, Österreich und Italien angeboten, wobei Österreich mit 1,6 als Favorit gilt. Für Kunden, die auf Deutschland setzen, bietet das Wettbüro die Quote 2,5 - für Italien sogar 10,5.

Quelle: ap

 
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