Neue Rechenmaschine im Internet: Wie reich sind Sie wirklich?
zuletzt aktualisiert: 27.01.2007 - 13:09Düsseldorf (RPO). Sie sind reich. Sie sind die 635,692,469-reichste Person der Welt, wenn Sie beispielsweise 1500 Euro im Monat haben. Eine Rechenmaschine im Internet sagt Ihnen, wo genau unter den Spitzen- und Geringverdienern der Welt Ihr Platz ist.
Die "Global Rich List", so der Name des Reichen-Rechners im Internet, ist ein Angebot der Londoner Internetfirma "Poke". Die Entwickler stützen ihre Rechnungen auf Daten der Weltbank und offizielle Erhebungen. Angenommen wird, dass das weltweite durchschnittliche Jahres-Pro-Kopf-Einkommen 5000 US-Dollar beträgt, bei einer weltweiten Population von sechs Milliarden Menschen.
Die Geringstverdiener der Welt haben täglich einen Dollar und zehn Cent, 85 Prozent der Weltbevölkerung kommen durchschnittlich auf 5,98 Dollar täglich - in Deutschland schon ein karger Stundenlohn.
Wer sein eigenes Jahreseinkommen in den Reichen-Rechner eingibt, sieht bald darauf einen Zeiger über eine Menschenschlange wandern, die die Weltbevölkerung symbolisiert, und findet sich bald darauf - vermutlich - im oberen Drittel der Reihe wieder. Außerdem beziffert der Rechner ganz genau, die wievielt-reichste Person der Welt der Besucher damit offenbar ist, und ob er vielleicht schon unter den zehn Prozent der reichsten Menschen lebt. Es folgt die freundliche Frage: "Wie fühlen sie sich damit? Ich bisschen reicher, hoffen wir."
Hintergrund der Aktion: Der Reichen-Rechner soll dem Nutzer vor Augen führen, wie reich die Menschen in der westlichen Welt im Vergleich zu Bewohnern von ärmeren Ländern sind.
Außerdem macht die Seite eine ganz eigene Rechnung auf. So könnte man den Recherchen der Initiatoren zufolge zum Beispiel für knapp 6,20 Euro etwa 15 Bio-Äpfel kaufen, oder auch 25 Obstbäume für Bauern auf Honduras. Rund 23 Euro wären eine DVD-Box wert, oder auch eine Erste-Hilfe-Ausrüstung für ein Dorf in Haiti.
Für beispielsweise 56 Euro ließe sich ein neues Handy erstehen, oder auch eine mobile Gesundheitsstation für Aidswaisen in Uganda. Für 1845 Euro schließlich könnte man einen wirklich großen, guten Fernseher bekommen - oder eine ganze Generation Kinder in einem Dorf in Angola zur Schule schicken.
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