Warnung vor Verzehr: Wieder verbotene Antibiotika in Garnelen
zuletzt aktualisiert: 13.09.2001 - 15:02Hamburg (rpo). Lecker, aber nicht gesund sind offenbar Garnelen aus Asien. Zum vierten Mal innerhalb weniger Wochen sind gesundheitsschädliche Antibiotika in den Schalentieren gefunden worden. Die Importfirma Asia Mekong warnte am Donnerstag auf Veranlassung der Hamburger Gesundheitsbehörde vor dem Verzehr von tiefgefrorenen geschälten Garnelen aus China.
Es handele sich um 500- Gramm-Packungen mit der Mindesthaltbarkeit 12/02. Die Anschrift des Importeurs auf den Packungen laute China&Siam, Dongen, Niederlande. Die Ware war von Mai bis September 2001 im Handel.
Bereits am Dienstag und in den Wochen zuvor waren Shrimps aus China und Südostasien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aus dem Verkehr gezogen worden, weil sie das Antibiotikum Chloramphenicol enthielten. Genannt wurde in diesem Zusammenhang die Marke Black Tiger aus Vietnam des Importeurs Mare Seafood. Greenpeace und Verbraucherorganisationen hatten daraufhin generell davon abgeraten, Schalentiere aus Asien zu essen, weil das Antibiotikum dort häufig gegen Krankheiten sowie als Wachstumsförderer verwendet werde.
Dagegen erklärte der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels, angesichts der hohen Importmengen aus Asien handele es sich um Einzelfälle. Die Ware gelange in der Regel gefroren ins Land und könne daher sorgfältig untersucht werden, ehe sie in den Handel gelange.
Chloramphenicol kann in der Regel keinen Schaden beim Verbraucher anrichten, wenn er eine normale Menge belasteter Shrimps zu sich nimmt. Das Antibiotikum ist allerdings EU-weit in der Tierzucht verboten, weil es im Verdacht steht, sowohl Erbgutschäden auszulösen als auch das Knochenmark anzugreifen und Blutarmut zu verursachen.
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