Hollywoodstar gegen Kaution frei: Winona Ryder bekennt sich "nicht schuldig"
zuletzt aktualisiert: 06.02.2002 - 10:45Los Angeles (rpo). In Los Angeles muss sich Schauspielerin Winona Ryder wegen Ladendiebstahls und drei weiteren Straftaten vor Gericht verantworten. Bei einer Anhörung vor der Staatsanwaltschaft hat sich der Hollywoodstar "nicht schuldig" bekannt und ist bis zum nächsten Termin gegen eine Kaution frei.
Nach US-Medienberichten muss der Hollywoodstar, der gegen eine Kaution auf freiem Fuß ist, zu einer weiteren Anhörung am 11. März vor einem Richter erscheinen.
Im Dezember war die Schauspielerin beim Ladendiebstahl in dem Luxus-Kaufhaus Saks Fifth Avenue in Beverly Hills erwischt worden. Die Beamten fanden mehrere Kleidungsstücke, eine Handtasche und Haar-Schmuck im Wert von rund 4800 Dollar. Außerdem war Ryder im Besitz verschreibungspflichtiger Schmerzmittel, für die sie zunächst kein Arztrezept vorweisen konnte.
Gegen die Schauspielerin wurde Anzeige wegen Diebstahls und unrechtmäßigen Medikamentenbesitzes erstattet. Sie muss sich außerdem wegen mutwilliger Beschädigung vor Gericht verantworten. Ryders Anwalt, Mark Geragos, bezeichnete den Vorfall als "Missverständnis". Er warf der Staatsanwaltschaft Verfolgungswahn vor und erklärte, er habe vergeblich versucht, die wahren Begebenheiten darzustellen. "Nun müssen wir es vor Gericht tun", sagte Geragos.
Auch Ryders Agentin, Mara Buxbaum, in New York zeigte sich schockiert über die "völlig überzogenen" Anklagepunkte und kündigte an, zur Aufklärung beitragen zu wollen. Dagegen verwies ein Polizeisprecher auf das Überwachungsvideo, das die Schauspielerin beim Entfernen von Sicherungsetiketten und beim Einstecken der Ware in eine große Tasche zeige.
Bei dem Medikament, das sie in einem Röhrchen ohne Aufschrift bei sich trug, handelte es sich nach Auskunft ihres Anwalts um das Schmerzmittel Oxycodone. Ryder habe das Mittel von ihrem Arzt verschrieben bekommen, betonte Geragos und versicherte, alles aufklären zu können.
Einen großen Leinwand-Erfolg hatte Ryder zuletzt mit dem Film "Durchgeknallt". Darin spielt sie eine junge gestörte Patientin in einer Nervenheilanstalt. 1994 und 1995 wurde sie für ihre Rollen in "Zeit der Unschuld" und "Betty und ihre Schwestern" für den Oscar nominiert.
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