Phil Collins in der Deluxe-Ausgabe

Pop-CD Es gibt viele Menschen, die schlecht über Phil Collins reden. Dabei sollten sie das nicht tun; der Einzige, der es sich erlauben dürfte, ist ohnehin sein früherer Genesis-Kollege Peter Gabriel, und selbst der macht es nicht. Phil Collins gehöre zu den schlimmen Ereignissen der 80er Jahre, heißt es oft, und dann äffen die Leute "Dance Into The Light" nach oder "Another Day In Paradise". Diese beiden Stücke sind, wenn man ehrlich ist, tatsächlich ziemlich fürchterlich, aber es gibt eben auch "Easy Lover" und "You Can't Hurry Love", von denen man jeweils nur einen Refrain zu hören braucht, um Lust auf Sonne auf der Haut und offene Haare zu bekommen. mehr

Gerhard Richter zeigt die Serie seiner Birkenau-Bilder im Burda-Museum von Baden-Baden

Baden-Baden (kna/RP) Gerhard Richters vierteiliges Gemälde "Birkenau" bildet den Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung des Museums Frieder Burda in Baden-Baden. Noch bis zum 29. Mai ist das durch Übermalungen von Fotografien aus dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau entstandene Werk zu sehen. Die Präsentation frage grundsätzlich nach dem Zusammenhang von Abstraktion und Wirklichkeit, so Ausstellungsmacher Helmut Friedel. Für sein 2014 entstandenes, großformatiges Werk "Birkenau" übermalte Richter die von jüdischen Häftlingen gemachten und aus dem Lager geschmuggelten Fotografien des Massenmords. mehr

Genom-Rekonstruktion

Gletschermann Ötzi war mit Helicobacter pylori infiziert

Plagten Ötzi üble Magenschmerzen? Zumindest trug der Gletschermann einen Keim, der dafür gesorgt haben könnte, denn er war mit dem Magenkeim Helicobacter pylori infiziert. Das berichtet ein Forscherteam mit deutscher Beteiligung im Fachmagazin "Science". mehr

Bildung

Vermittler zwischen den Kulturen

Vor zehn Jahren kam der Syrer Mussa Sido nach Deutschland, um Mathematik zu studieren. Er erhoffte sich in Europa ein besseres Leben mit finanzieller Sicherheit. Dafür verkaufte sein Vater sogar ein Stück Land in der Heimat. In Deutschland angekommen, begann eine sehr harte Zeit für den 34-Jährigen: Geschockt von der Kultur und der schweren Sprache, wandte er sich an die Integrationshilfe. Die allerdings kümmerte sich nur um Flüchtlinge – Mussa Sido war Student. Heute spricht Sido nahezu perfekt Deutsch, so gut, dass er inzwischen am Leonardo-da-Vinci Gymnasium in Köln unterrichtet. Sein Migrationshintergrund hilft ihm täglich bei der Arbeit, zum Beispiel als Vermittler zwischen den Kulturen. „Damit die Kinder nicht Angst voreinander haben“, sagt er. Niemand sollte Angst vor anderen Kulturen haben, findet der 34-Jährige. Er ist enttäuscht, dass alle Flüchtlinge als Bedrohung gesehen werden – in Bezug auf die Silvesternacht in Köln spreche niemand mehr über die Frauen, die belästigt und missbraucht wurden. Es gehe nur noch um die Herkunft der Täter. Für die fordert Mussa Sido harte Strafen, von Ausweisung hält er nicht viel. Die Täter würden einfach in anderen Ländern weitermachen, im schlimmsten Fall sogar radikalisiert werden. mehr

Multimedia-Strip Wissen
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