Düsseldorf

US-Studie: Mehr Distanz durch Sakko und Krawatte

In England sagt man: "You are, what your wear." Du bist, was du trägst. Und tatsächlich schlüpfen wir, wie jetzt Forscher an der California State University herausgefunden haben, mit unserer Kleidung in eine Rolle, die unser Verhalten maßgeblich verändern kann. So machen uns Anzug und Krawatte deutlich distanzierter als sonst, während uns das Sweatshirt einen konkreten Blick auf die Dinge gewährt. Die US-Forscher baten ihre Studenten, zwei Outfits an die Uni zu bringen: einen Satz legerer Klamotten und einen Satz formeller Kleidungsstücke wie etwa Sakko und Krawatte. Dann hat man sie in zwei Gruppen aufgeteilt. In der einen Gruppe sollte man sich bequem anziehen, während man sich in der anderen für ein Vorstellungsgespräch kleiden sollte, und später wurde getauscht. Nachdem sie für den jeweiligen Bedarf fertig gekleidet waren, mussten die Probanden unterschiedliche Fragen beantworten wie etwa: "Zählt ein Kamel zu den Fortbewegungsmitteln?" Von Jörg Zittlaumehr

Seoul

Südkorea: Zahl der Mers-Toten steigt auf 33

Nach dem Mers-Ausbruch in Südkorea vor mehr als einem Monat ist die Zahl der Todesfälle infolge der Atemwegserkrankung auf 33 gestiegen. Bei dem letzten Todesopfer handle es sich um eine 81-jährige Patientin, teilte das Gesundheitsministerium mit. Allerdings sei den dritten Tag nacheinander keine Neuerkrankung dazugekommen. Die Zahl der bisher bestätigten Mers-Fälle lag bei 182. Von den derzeit behandelten Mers-Kranken schwebten den Angaben zufolge 13 in Lebensgefahr. Mehr als 2600 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, waren nach Angaben der Behörden noch in Quarantäne. mehr

"Solar Impulse"

Solarflugzeug wagt den Flug nach Hawaii

Der Abflug des Schweizer Solarflugzeugs "Solar Impulse" von Japan in Richtung Hawaii hat sich wochenlang verzögert. Nun hat sich das Flugzeug aber doch auf die längste Etappe seiner geplanten weltumrundung gemacht. Der Erfolg ist vom Wetter abhängig. mehr

Klassik für den Sommer

Zu den Binsenweisheiten unserer Kultur zählt, dass Musik an Jahreszeiten hängt: Ohne den Sommer kommt sie überhaupt nicht aus. Ins robuste Binsengras legt sich der Musikfreund vor allem beim Schlager, etwa in Jürgen Drews' von Juni an verfügbarem "Bett im Kornfeld" oder Peter Maffays spätpubertärem "Und es war Sommer". Fachleute sagen noch präziser: Jeder zweite Song spielt im Sommer. Und wenn er noch nicht da ist, wird er breitmundig angekündigt und herbeigefleht wie von Konstantin Wecker: "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist". Von Wolfram Goertzmehr

Sind Vegetarier doch Unmenschen?

Pflanzen wehren sich, wenn sie gegessen werden

Columbia. "Ich esse nichts, was Gefühle hat." - Mit diesem Argument erklären viele Vegetarier, warum sie auf Fleisch verzichten. Doch was, wenn das Salatblatt auch Gefühle hätte? Amerikanische Forscher haben jetzt Erstaunliches herausgefunden. Von Laura Sandgathemehr

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