Radolfzell

Immer weniger Vögel zieht es im Herbst in den Süden

An Halsbandsittiche in den Parkanlagen hat man sich inzwischen gewöhnt, sogar an freilebende Flamingos an der deutsch-holländischen Grenze. Nun aber bleiben auch immer mehr alteingesessene Vogelarten im Herbst ganz einfach hier bei uns und machen sich nicht mehr auf den langen und beschwerlichen Weg in den Süden. Stare, Mönchgrasmücken, Buntspechte, Zilpzalps, Sommergoldhähnchen und andere bleiben immer häufiger hier. Die Amsel ist auch so ein Vogel, der es sich hier im Winter bequem macht, obwohl er in den Süden fliegen sollte. Von Christian Satoriusmehr

Bonn

Seit 40 Jahren im Kampf gegen Krebs

"Ohne die Deutsche Krebshilfe würde ich hier nicht sitzen", sagt Ursel Wirz. Mitte der 90er Jahre wurde die heute 48-Jährige in ein Früherkennungsprogramm für Frauen mit erblichem Brustkrebs aufgenommen - nachdem bereits Mutter, Tante und Zwillingsschwester erkrankt waren. Finanziert wurde dies von der Deutschen Krebshilfe. Ein Jahr später wurde auch bei Ursel Wirz ein Tumor entdeckt. Allerdings so früh, dass der Krebs vollständig geheilt werden konnte. Dies ist eine von vielen Erfolgsgeschichten aus der 40-jährigen Geschichte der Deutschen Krebshilfe. mehr

Bochum/Bielefeld

Echte Freunde trotz Internet wichtiger

Auch in Zeiten boomender sozialer Netzwerke wie Facebook hat der "echte" Freund noch lange nicht ausgedient. Einer aktuellen Studie zufolge bewerten Kinder und Jugendliche den Wert von Freunden, die sie auch außerhalb des Internets treffen, höher als den von überwiegend online gepflegten Freundschaften. Entwicklungspsychologe Michael Glüer von der Universität Bielefeld wird die Ergebnisse auf einem fünftägigen Kongress der Deutschen Psychologen Gesellschaft vorstellen. mehr

Studenten-Leben

Elende Gleichmacherei

Fakultätskarrieretag, das klingt erst mal wichtig. Doch bisher fanden die Pavillons rund um die Uni, in denen sich Großkanzleien, Wirtschaftsprüfer und Co. an diesem Tag präsentieren, kaum Beachtung. Deshalb wollten die Veranstalter dieses Mal ein bisschen Wettkampf in die Sache bringen. Auf einer Facebookseite riefen sie Studenten auf, ihren Lebenslauf hochzuladen, die Besten sollten einen Gesprächstermin am Karrieretag bekommen. Und zu den Besten wollte natürlich jeder zählen, also schnell den Lebenslauf ins Netz stellen und dann angeben mit zehn, 15, 20 persönlichen Einladungen. Von Eva Böningmehr

Düsseldorf

Studenten klagen: Volle Vorlesungen und zu wenig Freiraum

Alles in allem haben die meisten Studenten an ihren Studienbedingungen wenig zu meckern: Fast zwei von drei (61 Prozent) sind unterm Strich zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Online-Befragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Im Detail hakt es jedoch an vielen Stellen. So hat mehr als jeder dritte Student (36 Prozent) Schwierigkeiten, den Unterrichtsstoff pro Semester zu bewältigen. Um Wissenslücken aufzuarbeiten, fehlt jedem Dritten (33 Prozent) der Freiraum. mehr

Studenten-Leben

Rhetorik - eine lästige Pflicht

Rhetorikseminar an der Uni. Ich hab es mir nicht ausgesucht, das ist in fast allen Studiengängen mittlerweile Pflicht. Könnte zur Abwechslung ja auch mal ganz schön sein, mit Menschen aus anderen Fächern in Kontakt zu kommen. Die meisten sind pünktlich da, wir bilden erst mal einen Stuhlkreis. Die Dozentin hat sogar extra ein Plüschtier mitgebracht. Das wirft sie, und wer fängt, darf reden. Klar, dass die plattgekuschelte Katze erst mal in meinem Schoß landet. Hallo, ich bin Eva. Die Dozentin unterbricht. Ob jemandem etwas an meiner Körpersprache auffällt, will sie wissen. Meine Sitznachbarin meldet sich eifrig. Meine verschränkten Arme drücken Desinteresse aus. Psychologiestudentin. Ich sitze in der Uni mit einem Plüschtier auf dem Schoß - ja, ich bin desinteressiert. Hinter uns knallt die Tür. Sorry, hab verschlafen, murmelt der Forstwissenschaftler in Birkenstocksandalen. Ich frage, ob ich fünf Minuten früher gehen darf, ich muss einen Zug erreichen. Der Informatiker neben mir versucht sich an einem Witz. Das wären dann schon 25 der 20 Prozent von der Anwesenheitszeit, die ich abwesend sein dürfte. Unglaublich, dass alle um mich herum sämtlichen Klischees gerecht werden. Ich setze dem Informatiker auseinander, warum die fünf Minuten auf keinen Fall als Abwesenheitszeit zu werten sind, und argumentiere ihn an die Wand. Von Eva Böningmehr

Multimedia-Strip Wissen
Foto des Tages