Wie die Parteien Kompromisse finden müssen

Überall hängen im Moment Plakate für die Kanzlerin und den Kanzlerkandidaten. Aber es heißt ja nicht Bundeskanzlerwahl, sondern Bundestagswahl: Allein kann ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin nichts ausrichten. Der Chef der Regierung braucht eine Mehrheit der Abgeordneten hinter sich. Die Wähler könnten das vorbestimmen, indem sie einer Partei die Mehrheit geben. Aber das ist bei den 18 Wahlen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland nur ein Mal passiert. Eure Großeltern erinnern sich vielleicht noch an Konrad Adenauer. Seine Partei, die CDU, kam mit der Partnerpartei CSU auf die so genannte absolute Mehrheit. mehr

Warum auch Wahlverlierer viel Einfluss haben können

Ein bisschen gilt das Motto vom Schulsport auch für den Bundestag: Dabeisein ist alles. Gewonnen hat im Grunde ja jeder, der in den Bundestag gewählt worden ist. Man spricht davon, dass ein Kandidat ein Mandat bekommen hat. Auch das kommt aus dem Lateinischen und heißt Auftrag. Jeder Abgeordnete hat also einen Auftrag vom Volk. Und das will nicht nur, dass Deutschland ordentlich regiert wird. Die Bürger möchten auch, dass die Regierung kontrolliert wird. Denn Mehrheit heißt nicht, dass man alles machen kann, was man will. Jeder muss sich an die deutsche Verfassung halten. In der steht, welche Rechte jeder Mensch in Deutschland hat. mehr

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