Studenten-Leben

Elende Gleichmacherei

Fakultätskarrieretag, das klingt erst mal wichtig. Doch bisher fanden die Pavillons rund um die Uni, in denen sich Großkanzleien, Wirtschaftsprüfer und Co. an diesem Tag präsentieren, kaum Beachtung. Deshalb wollten die Veranstalter dieses Mal ein bisschen Wettkampf in die Sache bringen. Auf einer Facebookseite riefen sie Studenten auf, ihren Lebenslauf hochzuladen, die Besten sollten einen Gesprächstermin am Karrieretag bekommen. Und zu den Besten wollte natürlich jeder zählen, also schnell den Lebenslauf ins Netz stellen und dann angeben mit zehn, 15, 20 persönlichen Einladungen. Von Eva Böningmehr

Düsseldorf

Studenten klagen: Volle Vorlesungen und zu wenig Freiraum

Alles in allem haben die meisten Studenten an ihren Studienbedingungen wenig zu meckern: Fast zwei von drei (61 Prozent) sind unterm Strich zufrieden. Das zeigt eine repräsentative Online-Befragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Im Detail hakt es jedoch an vielen Stellen. So hat mehr als jeder dritte Student (36 Prozent) Schwierigkeiten, den Unterrichtsstoff pro Semester zu bewältigen. Um Wissenslücken aufzuarbeiten, fehlt jedem Dritten (33 Prozent) der Freiraum. mehr

Bemannte Raumfahrt ab 2017

Die USA schicken wieder Menschen ins All

Die Show ist perfekt durchkomponiert. Erst kündigt die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine "bedeutende Bekanntgabe" an, dann lässt sie per Kurznachrichtendienst Twitter durchblicken, dass es um die Rückkehr der USA in die bemannte Raumfahrt gehen wird. mehr

Initiative soll Mittwoch vorgestellt werden

Tierschutz bleibt Bauern überlassen

Exklusiv Agrarminister Christian Schmidt (CSU) will verstärkt auf das Wohl der Tiere in den Ställen achten. Er setzt im Wesentlichen auf Freiwilligkeit. Das geht aus den Eckpunkten einer Tierschutz-Initiative hervor, die Schmidt am Mittwoch in Berlin vorstellen will. Von Gregor Mayntzmehr

Studenten-Leben

Rhetorik - eine lästige Pflicht

Rhetorikseminar an der Uni. Ich hab es mir nicht ausgesucht, das ist in fast allen Studiengängen mittlerweile Pflicht. Könnte zur Abwechslung ja auch mal ganz schön sein, mit Menschen aus anderen Fächern in Kontakt zu kommen. Die meisten sind pünktlich da, wir bilden erst mal einen Stuhlkreis. Die Dozentin hat sogar extra ein Plüschtier mitgebracht. Das wirft sie, und wer fängt, darf reden. Klar, dass die plattgekuschelte Katze erst mal in meinem Schoß landet. Hallo, ich bin Eva. Die Dozentin unterbricht. Ob jemandem etwas an meiner Körpersprache auffällt, will sie wissen. Meine Sitznachbarin meldet sich eifrig. Meine verschränkten Arme drücken Desinteresse aus. Psychologiestudentin. Ich sitze in der Uni mit einem Plüschtier auf dem Schoß - ja, ich bin desinteressiert. Hinter uns knallt die Tür. Sorry, hab verschlafen, murmelt der Forstwissenschaftler in Birkenstocksandalen. Ich frage, ob ich fünf Minuten früher gehen darf, ich muss einen Zug erreichen. Der Informatiker neben mir versucht sich an einem Witz. Das wären dann schon 25 der 20 Prozent von der Anwesenheitszeit, die ich abwesend sein dürfte. Unglaublich, dass alle um mich herum sämtlichen Klischees gerecht werden. Ich setze dem Informatiker auseinander, warum die fünf Minuten auf keinen Fall als Abwesenheitszeit zu werten sind, und argumentiere ihn an die Wand. Von Eva Böningmehr

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