Bonn

Seit 40 Jahren im Kampf gegen Krebs

"Ohne die Deutsche Krebshilfe würde ich hier nicht sitzen", sagt Ursel Wirz. Mitte der 90er Jahre wurde die heute 48-Jährige in ein Früherkennungsprogramm für Frauen mit erblichem Brustkrebs aufgenommen - nachdem bereits Mutter, Tante und Zwillingsschwester erkrankt waren. Finanziert wurde dies von der Deutschen Krebshilfe. Ein Jahr später wurde auch bei Ursel Wirz ein Tumor entdeckt. Allerdings so früh, dass der Krebs vollständig geheilt werden konnte. Dies ist eine von vielen Erfolgsgeschichten aus der 40-jährigen Geschichte der Deutschen Krebshilfe. mehr

Bochum/Bielefeld

Echte Freunde trotz Internet wichtiger

Auch in Zeiten boomender sozialer Netzwerke wie Facebook hat der "echte" Freund noch lange nicht ausgedient. Einer aktuellen Studie zufolge bewerten Kinder und Jugendliche den Wert von Freunden, die sie auch außerhalb des Internets treffen, höher als den von überwiegend online gepflegten Freundschaften. Entwicklungspsychologe Michael Glüer von der Universität Bielefeld wird die Ergebnisse auf einem fünftägigen Kongress der Deutschen Psychologen Gesellschaft vorstellen. mehr

Dieter Wellershoff: Das Bedürfnis nach Orientierung

"Ich möchte es allgemeiner sagen: Die katholische Kirche müsste endlich die Grenzen zum Protestantismus mehrfach durchbrechen. Denn die beiden Versionen des Christentums können viel voneinander lernen. Für mich persönlich markiert die Religion eine wesentliche kulturelle Phase in der Menschwerdung. Und sie entspricht dem Bedürfnis der Menschen nach Trost und Orientierung. Aber ich gehe davon aus, dass das Leben eine Aufgabe ist, die vor allem dem Menschen gestellt wird, und dass diese Aufgabe darum auch aus menschlichen Reserven gemeistert werden muss." mehr

Einbalsamierte Riesenschildkröte

"Lonesome George" ist jetzt in New York zu sehen

Von den Galapágos-Inseln nach Manhattan: Die Geschichte von "Lonesome George", der vermeintlich letzten Riesenschildkröte ihrer Art, die nie Nachwuchs zeugte und 2012 steinalt starb, rührte die Welt. Jetzt ist ihr einbalsamierter Körper in New York zu sehen. mehr

Studenten-Leben

Rhetorik - eine lästige Pflicht

Rhetorikseminar an der Uni. Ich hab es mir nicht ausgesucht, das ist in fast allen Studiengängen mittlerweile Pflicht. Könnte zur Abwechslung ja auch mal ganz schön sein, mit Menschen aus anderen Fächern in Kontakt zu kommen. Die meisten sind pünktlich da, wir bilden erst mal einen Stuhlkreis. Die Dozentin hat sogar extra ein Plüschtier mitgebracht. Das wirft sie, und wer fängt, darf reden. Klar, dass die plattgekuschelte Katze erst mal in meinem Schoß landet. Hallo, ich bin Eva. Die Dozentin unterbricht. Ob jemandem etwas an meiner Körpersprache auffällt, will sie wissen. Meine Sitznachbarin meldet sich eifrig. Meine verschränkten Arme drücken Desinteresse aus. Psychologiestudentin. Ich sitze in der Uni mit einem Plüschtier auf dem Schoß - ja, ich bin desinteressiert. Hinter uns knallt die Tür. Sorry, hab verschlafen, murmelt der Forstwissenschaftler in Birkenstocksandalen. Ich frage, ob ich fünf Minuten früher gehen darf, ich muss einen Zug erreichen. Der Informatiker neben mir versucht sich an einem Witz. Das wären dann schon 25 der 20 Prozent von der Anwesenheitszeit, die ich abwesend sein dürfte. Unglaublich, dass alle um mich herum sämtlichen Klischees gerecht werden. Ich setze dem Informatiker auseinander, warum die fünf Minuten auf keinen Fall als Abwesenheitszeit zu werten sind, und argumentiere ihn an die Wand. Von Eva Böningmehr

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