| 08.48 Uhr

A. Manguel: Geschichte der Neugierde

Sachbuch Alberto Manguel ist wahrscheinlich der berühmteste Vorleser des 20. Jahrhunderts. Der Argentinier trug dem erblindeten Dichter Jorge Luis Borges die großen Werke der Weltliteratur vor, die dieser dann in neue Geschichten verwandelte. Manguel ist aber auch ein geistreicher Essayist, der seinerseits viel über Bibliotheken und das Lesen nachgedacht hat und sich jetzt in seinem großen und vielleicht besten Werk der Neugierde widmet. Also jenem menschlichen Antrieb, ohne den kein Wissen und keine Aufklärung möglich sind. Von Lothar Schröder

Souverän streift er dabei durch die Weltgeschichte der Bücher, pausiert mal hier, mal dort - und länger vor allem bei Dante. So hält Manguel den Akt des Hinterfragens für viel bedeutsamer als das Streben nach einer Antwort und sieht im banalen "Warum?" den Ausgang der Menschheitsgeschichte. Ihr sichtbares Merkmal ist ein unscheinbares, doch gewichtiges Symbol - das Fragezeichen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

A. Manguel: Geschichte der Neugierde


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.