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Tiere gefährden Holzbauten in einstiger Hauptstadt Xian
Ameisen knabbern historische Gebäude an

Peking (rpo). Weiße Ameisen gefährden einen Teil des chinesischen Kulturerbes: Die Krabbeltiere knabbern in der einstigen Hauptstadt Xian historische Holzgebäude an, wie die staatliche Zeitung "China Daily" berichtete.

Die Insekten liebten Holz mehr als alles andere, daher sei Xian mit seinen riesigen Anlagen jahrhundertealter Pagoden ein wahres Ameisenparadies. Bauten wie etwa die vor 1400 Jahren errichtete Dayan-Pagode oder das noch ältere Beilin-Museum drohten, in einen Haufen Insektenmist verwandelt zu werden.

Dem Blatt zufolge bedrohen die Ameisen auch die ländliche Umgebung der historischen Stadt: 20 Prozent der Wälder und Getreidefelder könnten zu Ameisenfutter werden. Die Ameisen fühlten sich in Xian so wohl, weil das Klima dort wärmer und feuchter geworden sei. Versuche, die Zahl der Insekten einzudämmen, seien bislang fehlgeschlagen.

Xian ist der Standort der berühmten Terrakotta-Krieger, die zurzeit als Nachbildungen in Berlin gezeigt werden. Die Originale waren in den 70er Jahren ausgegraben worden; sie dienten als Bewacher des Grabes von Chinas erstem Kaiser Qin Shihuang, der im 3. Jahrhundert vor Christus starb.

 

 
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