Alle Wissen-Artikel vom 24. April 2014
Studenten-Leben

Wie man als Student das Windhundprinzip aushebelt

An der Universität herrscht gewöhnlich das Recht des Schnelleren. "Windhundprinzip" nennen unsere Professoren das. Längst werden die Plätze in Arbeitsgemeinschaften und Übungen online verteilt. Das bedeutet für uns: Wecker stellen, denn das Anmeldeverfahren beginnt meist um drei Uhr morgens. Natürlich gibt es für jeden ausreichend Plätze und natürlich könnte sich der Student auch ganz entspannt nach dem Frühstück anmelden. Doch nur die Teilnahme an einer der wenigen Kleingruppen - so haben es sich einige in den Kopf gesetzt - bereitet erfolgreich auf die anstehenden Klausuren vor. Die Großgruppen mit mindestens 80 Studenten sind dementsprechend unbeliebt. So saß auch ich zu nachtschlafenden Zeiten am Computer und ergatterte einen der letzten begehrten Plätze. Doch zwei Kommilitonen waren schlauer. Statt sich mitten in der Nacht aus dem Bett zu quälen, kamen sie am Nachmittag in die Bibliothek und behaupteten, sich absichtlich für eine der Großgruppen eingetragen zu haben. Der Leiter der Kleingruppe sei ihnen bekannt. Genial sei er in seinem Fach, berichten sie, aber unorganisiert und unfähig, unsereins den Stoff nahezubringen. Kurz: Der Lerneffekt sei gleich Null. Und es klappte. Noch an diesem Tag stornierten einige ihren Platz in der Kleingruppe. mehr

Hamburg

Freunde helfen gegen Selbstzweifel

Der Erfolg im Studium ist dem Glück oder Zufall zu verdanken, aber bloß nicht der eigenen Leistung. So denken junge Menschen, die unter dem "Hochstapler-Syndrom" leiden. Sie sind im Studium erfolgreich. Trotzdem zweifeln sie ihr Können permanent an und haben das Gefühl zu bluffen, erklärt Birgit Spinath. Sie ist Professorin für Pädagogische Psychologie in Heidelberg. Das Phänomen sei bei perfektionistischen Menschen zu beobachten, erzählt die Expertin in der Zeitschrift "Zeit Campus". Um die falsche Selbsteinschätzung zu relativieren, könne es helfen, Feedback von Freunden einzuholen. mehr

Düsseldorf

Akademiker in der Kita - Wachsendes Interesse in NRW

In den Kindergärten von Nordrhein-Westfalen sollen künftig mehr Akademiker arbeiten. Inzwischen bieten zwölf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Studiengänge zur sogenannten Elementarpädagogik an. Seit dem Start zum Wintersemester zum Jahreswechsel 2006/07 hat sich die Zahl der Studienanfänger von damals 19 auf beachtliche 590 im Jahr 2012 vervielfacht. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine CDU-Anfrage hervor. mehr