Studenten-Leben

Ein Dozent tanzt aus der Reihe

Dieses Ansinnen war tatsächlich löblich. Erstmals in meiner Studienzeit hatte die Hochschule bereits einige Wochen vor dem Semesterstart einen vollständigen Vorlesungsplan für das gesamte Halbjahr herausgegeben. Das kommt bei uns einer kleinen Revolution gleich, denn bisher sind die Pläne immer nur häppchenweise für die folgenden zwei bis drei Wochen erschienen. Für uns Studenten bedeutete das ein Maximum an Planungsunsicherheit. Schließlich verdienen sich die meisten in einem Nebenjob etwas dazu, und die Arbeitgeber möchten verständlicherweise mit Vorlauf erfahren, wie sie uns einsetzen können. Von Max Hermesmehr

Professoren-Leben

Schatzi, wir müssen da lang!

An die vereinzelten älteren Damen und Herren, die als Gasthörer meist gleich in der ersten Reihe aufmerksam dem Seminargeschehen folgen, haben wir uns schon länger gewöhnt. Unter wohlklingenden Etiketten wie "Seniorenstudium" oder "Universität des dritten Lebensalters" sahen Hochschulen hier eine neue Zielgruppe. Nun sieht man immer häufiger eine neue Spezies, die die Grünanlagen und Flure der Unis bevölkert: die Curling-Muttis. Von Heiner Barzmehr

Berlin

Bund und Länder forcieren Maßnahmen gegen Studienabbruch

Bund und Länder wollen die Hochschulen einem Zeitungsbericht zufolge verpflichten, Maßnahmen gegen massenhaften Studienabbruch zu ergreifen. Dafür müsse ein Teil der Mittel des künftigen Hochschulpakts aufgewendet werden, schreibt die Zeitung "Die Welt". Laut Entwurf der Bund-Länder-Vereinbarung zum Hochschulpakt 2020, der dem Blatt vorliegt, sollen die Länder ab 2016 zehn Prozent der Mittel, die ihnen der Bund für jeden neuen Studienplatz gibt, einsetzen, "um mehr Studierende qualitätsgesichert zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen". mehr

Essen/Aachen

Junge Bulgaren studieren gern in Deutschland

Bulgarien, das Land an der Peripherie Europas mit sieben Millionen Einwohnern, ist "Deutschland-Weltmeister", sagt Thomas Zettler, DAAD-Referent für Bulgarien. Denn kein anderes Land stellt im Vergleich zur eigenen Bevölkerungszahl so viele Studierende in Deutschland. Fast 7000 bulgarische Studenten zählte das Bundesbildungsministerium im Wintersemester 2012/13. Das macht Bulgarien zur fünftgrößten ausländischen Studentengruppe in Deutschland - gleich hinter Giganten wie China, Russland und Indien. Von Viktoria Spinradmehr

Bonn

Bonner Uni reflektiert ihre Rolle im Ersten Weltkrieg

Das Museum der Universität Bonn befasst sich in einer Ausstellung mit der Geschichte der Hochschule im Ersten Weltkrieg. Unter der Überschrift "Kampf durch Wort und Schrift" geht es 100 Jahre nach Kriegsbeginn um den Kriegseinsatz von Studenten und Professoren, die politische Haltung der Hochschule und um das Alltagsleben an der Uni zwischen 1914 und 1918, wie die Universität jetzt ankündigte. Zu sehen sind vom 30. Oktober bis 28. Februar Dokumente wie Feldpostbriefe, Vorlesungen und eigens für die Ausstellung angefertigte Grafiken. mehr

Bochum/Essen

Neues Folkwang-Institut für Populäre Musik in Bochum

Mit einem Festprogramm ist das Institut für Populäre Musik der Folkwang-Universität der Künste am Standort Zeche Bochum eröffnet vorden. Zum Wintersemester beginnt dort erstmals der viersemestrige Master-Studiengang "Populäre Musik". Pro Semester werden acht Bewerber angenommen, die bereits einen Bachelor-Abschluss sowie einschlägige kunstpraktische Erfahrungen aufweisen und eine Eignungsprüfung bestanden haben. Das zentral an die Folkwang-Universität in Essen angebundene Institut wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. mehr

Studenten-Leben

Alle wollen in die Fachschaft

Eins hat sich an der Uni grundlegend geändert: In der Schule wollte noch jeder Klassensprecher werden. Vielleicht auch, um dann bessere Noten abzustauben. In die Fakultätsfachschaft will später kaum noch jemand. Den wenig wirklich Engagierten macht keiner ernsthaft ihre Positionen streitig. Mit Beginn des neuen Semesters ändert sich das schlagartig, plötzlich will jeder mitmischen. Grund dafür ist nicht etwa ein Sinneswandel; attraktiv wird das soziale Engagement durch die Erstis, die bald kommen. Von Eva Böningmehr

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