Gütersloh

So kann man den Numerus clausus umgehen

In beliebten Fächern wie Psychologie oder Jura ist der geforderte Notenschnitt im Numerus clausus sehr hoch. Über alle Fächer hinweg war fast jeder zweite Studiengang (45,5 Prozent) im Wintersemester 2013/2014 zulassungsbeschränkt. Das zeigt eine Studie des Centrums für Hochschulentwicklung. Wer kein Spitzen-Abi hat, muss trotzdem nicht in die Röhre gucken. Häufig gebe es die Möglichkeit, über Umwege ans Ziel zu kommen, sagt Cort-Denis Hachmeister, Hochschulforscher am CHE. mehr

Berlin

Gutachten: Hochschulmedizinische Forschung krankt

Deutschland verfügt über leistungsfähige hochschulmedizinische Standorte, aber keiner dieser Standorte nimmt eine internationale Spitzenposition ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Expertenkommission "Forschung und Innovation" in ihrem aktuellen Gutachten. Um die Hochschulmedizin in Deutschland zu stärken, sollte die Forschung räumlich deutlicher konzentriert werden. Für systematische Mehrbelastungen der Hochschulkliniken sollte ein Ausgleich geschaffen werden. Zudem fordert die Expertenkommission, die Arbeitsbedingungen an den Hochschulkliniken für Nachwuchswissenschaftler attraktiver zu gestalten. In ihrem neuen Jahresgutachten zeichnet die Expertenkommission ein durchwachsenes Bild der deutschen Hochschulmedizin: Deutschland verfüge zwar über produktive hochschulmedizinische Einrichtungen, die Qualität der Forschung erreiche aber nicht das Niveau internationaler Spitzenstandorte, zu denen neben den USA auch Holland und Kanada gehören. mehr

Dozenten-Leben

Auch für Essen auf Rädern gibt es einen Bachelor

Für einen Vortrag über das sehr begehrte Duale Studium sehe ich mir die aktuellen Studienangebote im Internet an. Und ich kann kaum glauben, was sich mir da an kuriosen Studiengängen bietet: von "Aviation Management & Piloting", für den man mal eben einen 60 000 Euro teuren Ausbildungsvertrag mit einer Flugschule vorlegen muss, bis zur "Interprofessionellen Gesundheitsversorgung", einem Studium, in dem Krankenschwestern endlich erfahren, was die anderen Heilberufe im Krankenhaus eigentlich den ganzen Tag tun. Von Karin Wilckemehr

Studenten-Leben

Meine Lektüre: Fachliteratur statt Comics

Ich muss eine Sammelmappe abgeben. Total viel Arbeit. Habe zwar schon eine Sammelmappe fertig, aber da kleben viele schiefe Bilder von den EM-Fußballern 1996 drin. Könnte mir den Spaß erlauben; der Sammler in mir glaubt allerdings, dass das Panini-Heft noch an Wert steigen wird. Er sucht stattdessen ein altes Briefmarkenalbum heraus. Für den Notfall. Ich habe als Kind alles gesammelt: Ü-Ei-Figuren, Pickel, Läuse, blaue Briefe. Mittlerweile sammle ich Fehlstunden, darum weiß ich auch nicht, was in die Mappe soll. Ich weiß aber, wo Kommilitonen sitzen, die es wissen – in der Uni-Bibliothek. Reihe mich am Eingang in die Schlange ein. Taschenkontrolle. Ich hasse es, auf etwas zu warten. Kann mich dafür eigentlich nur motivieren, wenn's was umsonst gibt. Von Jan Dobrickmehr

Bonn

Große Hürde: die Regelstudienzeit

Nur knapp 40 Prozent der Hochschulabsolventen schaffen ihr Studium in der vorgesehenen Regelstudienzeit. Das hat eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes ergeben. Zählt man noch zwei Folgesemester hinzu, schaffen es in dieser Zeit immerhin 77 Prozent der Studenten, ihre Abschlussprüfung abzulegen. Viele Studenten ächzen unter den verschulten Strukturen im Bachelor- und Masterstudium. Von der Kultusministerkonferenz sind bis zum Bachelorabschluss sechs Semester vorgesehen, zum Erwerb des Masters weitere vier. Von Verena Patelmehr

Pisa-Test "Kreatives Problemlösen"

Jeder fünfte Schüler ist mit Alltagsproblemen überfordert

Die Leistungen deutscher Schüler beim "kreativen Problemlösungen" bewegen sich nach der Pisa-Schulleistungsuntersuchung international auf durchschnittlichem Niveau. Die Schüler mussten etwa die Funktionsweise einer Klimaanlage erschließen oder einen Fahrkartenautomaten bedienen. Das stellte viele vor Probleme. mehr

Studenten-Leben

Festschriften sind die Crème de la Crème der Fußnoten

Einmal jährlich lässt ein Sachverhalt Kommilitonen zu Konkurrenten werden und ihr gutes Benehmen vergessen. Es ist kurz vor acht Uhr , und wir haben eine Hausarbeit zu schreiben. Der Mann hinter der Glasscheibe starrt uns feindselig an. Er ist ganz Hausherr der juristischen Bibliothek. Seine heiligen Hallen dürfen seit kurzem nur noch mit durchsichtigen Plastiktüten als Taschenersatz betreten werden. Wer statt klaren Wassers aus Versehen aromatisierten Sprudel mitnehmen möchte, steht kurz vorm Hausverbot. Von Eva Böningmehr

Multimedia-Strip Wissen