Studenten-Leben

Freuden einer Hilfskraft

Mit Beginn unseres dritten Semesters fingen meine Kommilitonen an, eine Abkürzung aus drei Buchstaben immer häufiger mit wichtiger Miene in den Mund zu nehmen: SHK. In ausgeschriebener Form klingt das Ganze weniger geheimnisvoll: Eine SHK ist eine Studentische Hilfskraft. Und die will jeder werden, denn gerüchteweise heißt es, wer einmal einen Fuß in einen Lehrstuhl bekommen hat, habe damit quasi schon eine Bestätigung für eine spätere Promotionsstelle. Von Eva Böningmehr

Berlin

Erste Stipendiaten in muslimisches Studienwerk aufgenommen

Die ersten 65 Stipendiaten des muslimischen Studienwerkes Avicenna sind jetzt in Berlin offiziell durch das Begabtenförderungswerk aufgenommen worden. "Begabte und engagierte muslimische Studierende und Promovierende sollen, wie andere auch, die Chance haben, sich um eine Förderung durch ein Begabtenförderungswerk zu bewerben, das ihrer Religion nahesteht", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel, bei der Feier. Von den neuen Stipendiaten sind den Angaben zufolge zwei Drittel Frauen. Der Vorsitzende des Avicenna-Studienwerks, Bülent Ucar, sprach von einem historischen Tag. "Wir sind stolz auf unsere Stipendiaten, denn sie bringen nicht nur exzellente Leistungen im Studium, sondern auch aktives ehrenamtliches Engagement mit. Sie sind Multiplikatoren und Visionäre", sagte Ucar. mehr

Studenten-Leben

Am Ende wieder von vorn

Gegen Ende meines Studiums habe ich mir wie die meisten Kommilitonen natürlich schon Gedanken über die berufliche Zukunft gemacht. Vielleicht stellt sich Ihnen jetzt die Frage, ob das nicht ein wenig spät ist, aber der Meinung bin ich nicht. Im Journalismus gibt es nun mal viele verschiedene Berufsbilder, und der Weg zum Job lässt sich in den wenigsten Fällen am Reißbrett planen. Das ist jedem klar, der sich darauf einlässt. Umso erstaunter saß ich neulich in der Vorlesung eines langjährigen Dozenten. Von Max Hermesmehr

Frankfurt

Ministerin kritisiert befristete Stellen an Hochschulen

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat die Universitäten aufgefordert, mehr dauerhafte Stellen für Professoren und selbstständig forschende und lehrende Wissenschaftler zu schaffen. In einem Beitrag über die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses schrieb Wanka in der "Frankfurter Allgemeinen": "Der wissenschaftliche Nachwuchs braucht besser planbare, verlässlichere und transparentere Entwicklungsmöglichkeiten". Auch Stellen für Forschungsmanagement oder Personalentwicklung würden unsinnigerweise oft befristet vergeben, obwohl es sich um Daueraufgaben handele. Wanka schlägt den Hochschulen vor, mehr sogenannte "Tenure-Track-Modelle" zu schaffen, in denen eine Professur zunächst befristet besetzt wird. Bewähre sich der Professor und erfülle vorab festgelegte Kriterien, müsse eine dauerhafte Übernahme gesichert sein. "Auf diesen Weg sollten sich noch viel mehr Hochschulen machen", schreibt Wanka. mehr

Dozenten-Leben

Die Fesseln der Liebe

Jonas möchte Meeresbiologie studieren. Das geht nur im Norden, am Meer eben. Aber Jonas kann nicht aus Düsseldorf weg. Ich nicke. Das Problem kommt bei mir häufiger vor: Mirjam wird den Studienplatz in Maastricht nicht annehmen, und Lara freut sich nicht darüber, in Magdeburg Medizin studieren zu dürfen, denn beide haben einen Freund, der die Liebste in der Nähe haben möchte. Auch Timo hat Stress mit seiner Freundin, die ihm jeden Tag in den Ohren liegt, er solle sein Auslandssemester in England absagen, weil sie es drei Monate ohne ihn nicht aushalten kann. Von Karin Wilckemehr

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