Studenten-Leben

Vorlesungsfreie Zeit

Die Semesterferien sind doch etwas Feines. Sie haben einen großen Vorteil gegenüber dem Rest des Semesters: Es finden keine Vorlesungen statt, und das zwei Monate lang. Mit anderen Worten: Es gibt eher wenig Gründe für Studenten (wenn sie ihre Klausuren schon geschrieben haben), den Campus zu betreten. Und wenn doch, machen sie schnell wieder kehrt. Höchstens für ein Buch in der Bibliothek oder ein Gespräch mit einem Dozenten wird die wohlige Zeit zu Hause unterbrochen. Von Carlotta Ruvomehr

Düsseldorf

Studie: Leistungen der Fachhochschulen werden unterschätzt

Was leisten Hochschulen jenseits von Forschung und Lehre? Dieser Frage nach der sogenannten "Third Mission" geht eine aktuelle Publikation des CHE Centrum für Hochschulentwicklung nach. Das Ergebnis zeigt: Aktivitäten wie Kooperationsprojekte mit zivilgesellschaftlichen Partnern, Weiterbildung oder regionales Engagement sind an Fachhochschulen bereits Bestandteil ihres Leistungsspektrums. Die Besonderheit und damit das in diesen Leistungen steckende Potenzial wird jedoch oft von den Fachhochschulen selbst nicht wahrgenommen. mehr

Dozenten-Leben

Schlechte Atmosphäre

Ich glaube nicht, dass es mir gelingen könnte, alle Buchtitel und Internet-Tipps zum Thema Bewerbungsgespräch aufzuzählen. Und alle diese Ratgeber wenden sich an Bewerber, die sich möglichst vorteilhaft bei ihrem künftigen Arbeitgeber präsentieren wollen. Doch wer kümmert sich eigentlich um die andere Seite, die der Arbeitgeber? Sie glauben, das sei nicht nötig? Weit gefehlt. So fuhr jüngst Anne, eine Hochschulabsolventin mit Doktortitel und Berufserfahrung, zum Auswahlgespräch an eine Universität. Da schon in der Einladung jeglicher Hinweis auf Anfahrt und Parkmöglichkeiten fehlte, musste sie sich selbst informieren und kam pünktlich, gut vorbereitet und selbstverständlich schick gekleidet zum Termin. Der fand nicht in einem Büro, sondern in einem schlecht gelüfteten Seminarraum statt, in dem sie sechs Personen erwarteten. Die hatten sich bekleidungsmäßig der Schäbigkeit des Raumes angepasst, empfingen die Bewerberin in Pulli und Strickjacke. Der ranghöchste Professor murmelte zwar ein paar entschuldigende Worte über den hässlichen Raum, setzte dann aber hinzu, man habe nicht eigens die Tische umgestellt. Sechs Erwachsene, zugegeben Akademiker, sind nicht in der Lage, zwei oder drei Tische so zusammenzurücken, dass man in einer großen Runde sitzen kann? Anne, allein vor die Tafel gesetzt, kam sich vor wie eine Angeklagte vor Gericht. Und schon begann das Kreuzverhör, in dessen Verlauf klar wurde, dass keiner ihre Bewerbung gelesen hatte: Ach, Sie haben noch gar nicht mit Grundschülern gearbeitet? Nein, nur in der Oberstufe am Gymnasium, wie ich Ihnen geschrieben habe. Von Karin Wilckemehr

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