Studenten-Leben

Diagnose: Bloß ein Geschichtsstudent

Machen wir uns nichts vor: Es gibt Berufe, die eignen sich eher dazu, beim ersten Kennenlernen zu beeindrucken. Ärzte, Anwälte und Piloten etwa sind nicht nur die Helden in Filmen und Serien, sondern auch bei jeder Party der Mittelpunkt der Gespräche. Als Student hat man es da im Nachtleben schon schwerer. "Ich bin im sechsten Semester" dürfte schließlich den wenigsten Angebeteten Röte ins Gesicht getrieben haben. Zwar haben auch Piloten, Anwälte und Ärzte als Studenten angefangen - meist können sie aber selbst dann mit Geschichten aus den OP- und Gerichtssälen der Nation aufwarten. Wer als Geschichtsstudent auf Braut- oder Bräutigamschau geht, muss sich dagegen etwas einfallen lassen. Selbst wenn die Chemie zwischen beiden Nachtschwärmern bisher stimmte: Antwortet man auf die Frage nach seinem Studiengang mit "Geschichte", in meinem Fall sogar "Mittelalterliche Geschichte", folgt meist betretenes Schweigen. Fängt man dann auch noch an, über seine Bachelor-Arbeit und die Heiligenverehrung Karls des Großen im 10. Jahrhundert zu sprechen, huscht manchmal nicht weniger als blankes Entsetzen über das Gesicht der eben noch Turtelnden. Diagnose: Geschichtsstudent. Da kann man ja gleich aufzählen, welche Allergien man hat. mehr

"Chancenspiegel 2014"

Bildungserfolg hängt auch vom Wohnort ab

Dass die soziale Herkunft eine große Rolle spielt, wenn es um den Erfolg von Schülern geht, ist inzwischen bekannt. Ein entscheidender Faktor ist aber auch der Wohnort der Schüler, wie der "Chancenspiegel 2014" der Bertelsmann Stiftung zeigt. Von Dana Schülbemehr

Studenten-Leben

Die Stille am Morgen

Vorlesung um 8.30 Uhr. Das Highlight der Woche. Da braucht es schon drei Wecker, bis man aus den Federn ist. Einen um sieben Uhr, einen um 7.05 und einen um 7.10 Uhr, aufstehen steht aber erst für 7.30 Uhr auf dem Plan. Für ein ausgiebiges Frühstück ist dann keine Zeit mehr, kann man ja auch nach der Vorlesung erledigen. So lange schlafen wie nur möglich ist die Devise, das erinnert an die Schulzeit. Schön, dass ich jetzt aber nicht mehr jeden Wochentag so früh aufstehen muss. Von Carlotta Ruvomehr

"Latinum ad Latrinam?"

Latein-Unterricht in NRW vor ungewisser Zukunft

Die Sprache der alten Römer ist langsam auf dem Rückzug. Die Universitäten verzichten in immer mehr Studienfächern auf das Latinum als Zugangsvoraussetzung - etwa in Medizin und Jura. Und an vielen Schulen wächst Spanisch zum starken Konkurrenten heran. mehr

Studenten-Leben

Immer diese Technik

Hinterlistig schleicht sie sich immer wieder ein in die Hörsäle, kratzt am Image des Professors und macht Vorlesungspläne zunichte. Aber auch ohne sie geht es nicht mehr so richtig, die augenscheinliche Erzfeindin unserer Dozenten, die Technik. Schön, wenn der zerstreute Professor im falschen Ordner landet und statt einer Power-Point-Präsentation zum Kaufvertrag eine Diashow vom vorigen Strandurlaub abläuft. Das dauert dann auch eine Weile an, das rote Kreuzchen oben rechts will ja erst mal gefunden werden. Doch wer es so weit geschafft hat, sich seinen Studenten in Badehosen zu zeigen, hat einigen seiner Kollegen zumindest eine Erkenntnis voraus: Der Beamer kann nichts an die Wand werfen, wenn vorn noch die Kappe aufgeschraubt ist. Und ja, das gilt auch, wenn der Beamer schon angeschaltet ist. Von Eva Böningmehr

Bonn

Hochschulrektoren gegen Umgestaltung der Promotion

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich gegen Änderungen bei der Promotion ausgesprochen. Die Promotionsphase dürfe nicht verwässert und zum "dritten Zyklus" nach den ersten beiden Studienabschnitten Bachelor und Master umgestaltet werden, erklärte das Gremium in Bonn. Entsprechende Überlegungen seien ein Eingriff in die Freiheit von Forschung und Lehre und gefährdeten das internationale Erfolgsmodell Promotion, sagte HRK-Präsident Horst Hippler. mehr

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