Frankfurt/M.

Writing Fellows helfen Studenten beim Schreiben

Wie fange ich einen Essay an? Wie formuliere ich wissenschaftlich? Bei dieser Frage können hilfsbedürftigen Studenten speziell geschulte Writing Fellows weiterhelfen. "Das sind ebenfalls Studenten, die versuchen, eine Brücke zwischen Dozent und Studierenden zu schlagen", erklärt Stephanie Dreyfürst. Sie ist Leiterin des Schreibzentrums an der Universität Frankfurt am Main und verantwortlich für das dortige Fellow-Programm. Der Writing Fellow begleitet Studenten in ausgewählten Seminaren ein Semester lang, gibt ihnen kleinere Schreibaufgaben und ein individuelles Feedback. Er arbeitet dabei eng mit dem Seminarleiter zusammen. mehr

Studenten-Leben

Von den Bürokraten lernen

Im besten Fall sind die Inhalte des universitären Lehrplans nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch auf das Berufsleben anwendbar. Bei Studiengängen der Naturwissenschaften oder Betriebswirtschaft kommt das wohl häufiger vor, bei Geisteswissenschaften, in meinem Fall Geschichte, eher selten. Vor allem, wenn man später fachfremd arbeiten möchte - in den Medien, im Archiv oder Verlagswesen etwa. Den Pädagogen-Klassiker "Das lernen Sie nicht für die Universität, das lernen Sie fürs Leben" bekommt man jedoch auch dort gelegentlich zu hören. Von Ludwig Krausemehr

Dozenten-Leben

Ein guter Beruf - was ist das?

Ich sitze mit einer Freundin von der Studienberatung in der Mensa, und wir sprechen darüber, dass wir immer nach einem "guten Beruf" gefragt werden, als könne man Berufe ganz einfach in gut und schlecht einteilen, wobei die guten Berufe meist mit einem Studium assoziiert werden. Also Lehrer gut, Bürokaufmann schlecht? Gestresste Lehrer und glückliche Bürokaufleute sehen das sicher anders. Wenn ich nachfrage, was denn mit einem guten Beruf gemeint ist, kommen ganz unterschiedliche Antworten: gesellschaftliches Ansehen, hohes Einkommen, aber auch die Möglichkeit, kreativ zu sein, zu helfen, ins Ausland zu gehen oder gar berühmt zu werden. Und Spaß soll er machen, der Beruf, das ist ganz wichtig. Von Karin Wilckemehr

Berlin

Wer Heimweh hat, sollte nicht ständig nach Hause fahren

Studienanfänger bekommen oft erst nach dem Eingewöhnen Heimweh. In der ersten Zeit prasselt so viel Neues auf sie ein, dass sie wenig Zeit für Heimweh haben. "Zum Studium gehört, dass man das gewohnte soziale Umfeld verlässt", so erklärt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk, wie es zum Heimweh kommt. Wichtig sei, das Gefühl zuzulassen, rät Grob. Die Studenten sollten sich fragen: Was kann mir jetzt helfen? Das können ganz einfache Dinge sein - etwa Bilder von zu Hause aufzuhängen oder mit Eltern und Freunden zu telefonieren. mehr

Hannover

Gewerkschaft kritisiert Vergabe des Deutschlandstipendiums

Von dem 2011 eingeführten nationalen Förderprogramm "Deutschlandstipendium" profitieren Gewerkschaften zufolge bisher vornehmlich Studienfächer, die für Unternehmen interessant sind. "Historiker und Linguisten haben weniger Chancen auf eine Förderung als Informatiker", sagte Arne Karrasch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Das Stipendium für Studierende mit Bestnoten werde jeweils zur Hälfte von privaten Geldgebern und der öffentlichen Hand finanziert. mehr

Studenten-Leben

Ritual mit Flirt-Faktor

Das Ritual ist so alt wie unser Kölner Campus. Angesichts von weniger als zehn Jahren, die seit dessen Gründung vergangen sind, klingt das erstmals nach nicht allzu tiefer Verwurzelung. Aber im Rheinland hat ja bekanntlich alles, was zweimal stattfindet, Tradition. Die Rede ist von den Einführungstagen, an denen wir neue Studenten mit der Stadt und deren Brauchtum vertraut machen. Und weil wir nun mal in Köln studieren, ist der Verlauf des letzten Abends vorbestimmt. Es geht dann immer zu einem Brauhaus direkt an der Domplatte, das nach Meinung einiger Kommilitonen das süffigste Kölsch ausschenkt und nach der Meinung anderer Mitstudenten zumindest trinkbar ist. Von Max Hermesmehr

Studenten-Leben

Schwierigkeiten mit Erasmus

Für uns ist das schon bitter. Bis vor einigen Wochen stand für den Großteil meines Semesters fest: In einem Jahr brechen wir hier die Zelte ab und kommen dann nach zwei Semestern gut gebräunt zurück, mit einer neuen Fremdsprache, neuen Freundschaften, neuen Erfahrungen im Gepäck. Dank Erasmus waren Vermittlung und Finanzierung bisher ja auch denkbar einfach. Nur haben viele Unis mit der Reform des Erasmusprogramms nun in der Theorie einen Schritt nach vorn und in der Praxis zwei Schritte zurück gemacht. So auch meine. Statt Auslandssemestern können wir nur noch Urlaubssemester nehmen. Die Idee hinter dieser Reform war gut: In Zukunft soll der Student, noch bevor er geht, mit seiner Heimat-Uni vertraglich festhalten, welche Kurse ihm später angerechnet werden können. Das soll motivieren, auch fernab von zuhause fleißig zu sein. Leider scheiterte es an der Umsetzung: Statt der Erasmuskoordinatoren kann nur das Prüfungsamt diese Verträge unterzeichnen. Dem Prüfungsamt fehlen aber die Fachkenntnisse, um zu beurteilen, welche ausländischen Kurse zum heimischen Curriculum passen. Konsequenz: Es unterschreibt vorsichtshalber nur noch Verträge, in denen keine Kurse aufgeführt sind, so dass dem Studenten auch nichts angerechnet wird. Von Eva Böningmehr

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