Studenten-Leben

Prüfungen statt Karneval

Weihnachten ist vorbei. Silvester ist vorbei. Aber zum Glück ist bald schon Karneval. Die Vorfreude der Kommilitonen auf Karneval ist jedoch gedämpft. Naja, das ist eine leichte Untertreibung. Sie ist quasi nicht vorhanden. Schuld daran sind die sich anbahnenden Prüfungen, für die noch eher wenig gelernt wurde. Denn wer lernt schon über Weihnachten? Da ist man doch ganz eingespannt. Baum schmücken, Plätzchen essen, Geschenke packen. Es bleibt einfach keine freie Sekunde. Und nach Weihnachten - da muss noch ganz viel für die kommende Silvesterfeier geplant werden. Nach Neujahr muss man sich dann erst mal ausruhen von dem rauschenden Fest und dem darauffolgenden Kater. Von Carlotta Ruvomehr

Studenten-Leben

Schlampig korrigiert

Eins hat sich seit Schulzeiten nicht geändert: Schuld an schlechten Noten sind immer die anderen. Früher waren das die gemeinen Lehrer, die einen angeblich schon immer auf dem Kieker hatten und nur hinter den Namen ihrer Lieblinge Sternchen ins Klassenbuch malten. An der Uni sind die Bösen dann die Korrektoren. So hieß es schon zu Beginn meines Studiums von älteren Kommilitonen, dass ich auf Punktezahlen erst mal gar nichts geben dürfe, dass das alles rein willkürlich vergeben, wenn nicht gar gewürfelt werde. Von Eva Böningmehr

Dozenten-Leben

Lillis frühe Berufswahl

Lilli ist zwar erst fünf, weiß aber schon ganz genau, was sie einmal werden will: Verkäuferin, und zwar bei Tchibo. Damit ist sie viel weiter als die 15 Bachelorabsolventen, die gerade vor mir sitzen. Germanistik haben sie studiert, aber auch BWL oder Soziologie, Pädagogik oder Geschichte. Allen gemeinsam ist, dass sie ein Fach gewählt haben, das nicht zwingend in einen bestimmten Beruf führt, so wie die Zahnmedizin zum Zahnarzt. Gerade für die unentschlossenen Abiturienten sind diese Fächer sehr anziehend, weil sie die Entscheidung für einen Beruf hinausschieben und die große Wahlmöglichkeit nach dem Studium verheißen. Von Karin Wilckemehr

Bildung

Finnen schaffen die Handschrift ab

Im Lehrplan für Grundschulen in Finnland sind ab Herbst 2016 Schreibschriften nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Künftig sollen die Kinder nur noch auf Tastaturen und Tablet-PCs schreiben. Kritik am neuen Konzept kommt aus Deutschland. Von André Anwar und Kilian Treßmehr

Studenten-Leben

Einsamer Ruf nach Regeln

Das hat es in meinen drei Semestern noch nicht gegeben: Zwischen Hörsaal, Mensa und Bibliothek ist plötzlich Hochschulpolitik ein Thema geworden. Genauer: Die neuesten Vorstöße unseres Studierendenrates, kurz "StuRa". Diesen Rat dürfen wir zwar wählen, doch zu den Urnen schaffen es im Sommer die allerwenigsten. Ihre Stimme geben eigentlich nur die ab, die ständig meinen, die Uni wolle ihnen Böses. So kommt es, dass in unserem StuRa größtenteils Studenten sitzen, die ihre Regelstudienzeit bald um ein Doppeltes überzogen haben und allesamt auf Krawall gebürstet sind. Und eben diese Abgeordneten wollen jetzt knapp 30 000 Euro für Rechtsmittel ausgeben, um notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht mit ihrer Klage vorzudringen, dass Anwesenheitspflicht den Studenten in seiner Ausbildungsfreiheit verletzt. Damit hat der StuRa die Sympathie der meisten ausnahmsweise auf seiner Seite, und mit Blick auf andere Unis zeigt sich, dass er sogar Erfolg haben könnte. Nur die Juristen entrüsten sich über dieses Ansinnen; auch das Studium müsse nach bestimmten Regeln verlaufen. Das ist deshalb ein interessantes Argument, weil sich bei uns keiner um unsere Anwesenheit schert. Von Eva Böningmehr

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