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Wiesbaden
Fast 500.000 Studierende machten 2015 einen Hochschulabschluss

Wiesbaden. Immer mehr Menschen beenden ihre Ausbildung mit einem Hochschulabschluss. Im Prüfungsjahr 2015 gab es in Deutschland fünf Prozent mehr Hochschulabsolventen als 2014, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Trend hält seit Jahren an.

Die Statistik gibt Aufschluss darüber, wie sehr sich Studieren in den vergangenen Jahren gewandelt hat: Im Wintersemester 2014/2015 und im Sommersemester 2015 erwarben rund 481.600 Absolventen einen Hochschulabschluss an deutschen Hochschulen. Vor zehn Jahren machten 252.482 Menschen in Deutschland einen Hochschulabschluss.

Am häufigsten ist inzwischen der Bachelor: 51 Prozent beendeten die Hochschule mit diesem Abschluss, knapp jeder vierte mit einem Master. Rund neun Prozent der Abschlüsse machten Lehramtsprüfungen aus. Nur noch acht Prozent der Absolventen schlossen mit einem traditionellen universitären Abschluss wie Magister ab. Sechs Prozent erwarben eine Promotion, zwei Prozent machten einen Fachhochschulabschluss.

Rund ein Drittel aller Masterabschlüsse wurden 2015 bei den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften abgelegt. Danach folgten Ingenieurwissenschaften mit 27 Prozent, Mathematik und Naturwissenschaften mit 18 Prozent und Sprach- und Kulturwissenschaften mit 13 Prozent.

Ein Blick in die Fachserie zeigt den Wandel an den Hochschulen: Bachelor- und Masterabschlüsse erwarben 2005 jeweils weniger als 10.000 Studenten, dafür mehr als 100.000 traditionelle Titel und über 80.000 Fachhochschulabschlüsse. Auch die Zahl der ausländischen Absolventen steigt kontinuierlich. 2015 lag sie bei 46.434. Vor zehn Jahren waren es rund halb so viele, vor 20 Jahren weniger als 10.000.

(dpa)
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