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Hochschulen in NRW
Jetzt noch schnell ins Studium

Hochschulen in NRW: Jetzt noch schnell einen Studienplatz bekommen
FOTO: Ferl
Düsseldorf. Wer sich nicht fristgemäß an einer Hochschule beworben hat, kann sich dennoch Hoffnungen auf einen Studienplatz machen. Von Isabelle de Bortoli

Die Frist verpasst, für das Wunsch-Fach eine Absage kassiert oder sich erst spät mit dem Studienwunsch befasst: Wer jetzt noch keinen Studienplatz für das Wintersemester hat, braucht nicht verzweifeln. Auch Spätentschlossene können sich noch für viele Studiengänge in NRW einschreiben, an Fachhochschulen ebenso wie an Universitäten und bei privaten Hochschulen. Alternativen zu überlaufenen Fächern finden sich; außerdem lohnt ein Standortvergleich: Denn was in der einen Stadt zulassungsbeschränkt ist, kann an einer Uni anderswo zulassungsfrei sein. Wir geben Tipps für freie Angebote.

Universitäten

An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf führen jetzt noch zwei Wege zum Studium: Noch bis Oktober können sich Studieninteressierte für einen zulassungsfreien Studiengang an der HHU einschreiben. Darunter sind als Bachelor-Kernfächer beispielsweise noch Anglistik und Amerikanistik sowie Geschichte, die sich mit Ergänzungsfächern wie Kunstgeschichte, Antike Kultur oder Modernes Japan kombinieren lassen. Auch in die Naturwissenschaften Chemie, Computerlinguistik, Informatik, Mathematik sowie Physik kann man sich noch bis zum 6. Oktober einschreiben. Auch bei einigen zulassungsbeschränkten Studiengängen ist noch nicht alles entschieden: Die Losverfahren, für die man sich an der Heine-Uni einfach per E-Mail bewerben kann, bieten zum Teil gute Chancen, noch an einen der begehrten Studienplätze zu gelangen. Keine Optionen hat man indes an der Uni Köln: Dort hätte man sich tatsächlich bis zum 15. Juli für alle Fächer bewerben müssen. Auch an der Uni in Münster hat man in den beliebten Fächern wie BWL oder Jura nun keine Chance mehr. Immerhin: Der Bachelor Physik ist zulassungsfrei, und auch für sprachliche Fächer wie Niederländisch, Spanisch oder Italienisch kann man sich noch einschreiben. Das gilt auch für den Bachelor Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens. Es lohnt übrigens ein Blick auf NRW-Unis, die vielleicht nicht die erste Wahl sind: An der Uni Siegen beispielsweise ist der begehrte Studiengang Medienwissenschaften zulassungsfrei, an der Uni Wuppertal Bauingenieurwesen oder Wirtschaftsmathematik. Freie BWL-Angebote findet man dagegen in NRW an staatlichen Unis nicht - dafür müsste man zum Beispiel an die Uni Jena nach Thüringen gehen.

Fachhochschulen

Die Hochschule Rhein-Waal in Kleve und Kamp-Lintfort hat die Bewerbungsfrist für alle zulassungsfreien Bachelor- und Masterstudiengänge verlängert: Einschreiben kann man sich nun einfach online für Fächer wie Science Communication & Bionics, International Business and Social Sciences, Industrial Engineering, oder Nachhaltiger Tourismus. Die meisten Studiengänge sind englischsprachig. Auch die Hochschule Niederrhein mit ihren Standorten in Krefeld und Mönchengladbach hat ihre Bewerbungsfristen verlängert. So können sich Studieninteressierte noch für die Bachelorstudiengänge Elektrotechnik in Vollzeit, dual und Teilzeit bewerben. Ebenfalls noch möglich ist eine Bewerbung für die Bachelorstudiengänge Kommunikationsdesign sowie Produkt- und Objektdesign (nur mit bestandener künstlerisch-gestalterischer Eignungsprüfung).

An der Hochschule Düsseldorf kann man sich etwa noch bis Ende September online für die Fächer Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau, Energie- und Umwelttechnik oder Maschinenbau Produktentwicklung registrieren und einschreiben.

Private Hochschulen

BWL ist sicher das Studienfach, bei dem man an den staatlichen Universitäten und Fachhochschulen nun nur noch ganz geringe Chancen auf einen Platz zum Wintersemester hat, wenn man den Bewerbungsschluss verpasst oder ein mäßiges Abitur gemacht hat. Alternativen finden sich bei privaten Anbietern: Wer sich für eine Karriere in der Wirtschaft qualifizieren und Auslandserfahrung sammeln möchte, für den bietet das Bachelorplus-Programm der DAA Wirtschaftsakademie ein Paket: Es kombiniert BWL-Studium (Management) mit einer kaufmännischen Berufsausbildung und einem Englandjahr. Gelernt wird praxisnah in kleinen Gruppen. Durch ein Unternehmenspraktikum und Praxisprojekte werden frühzeitig Kontakte in die Wirtschaft geknüpft. Das Programm dauert drei Jahre und ist NC-frei. Es ist staatlich gefördert, daher sind die Gebühren an der DAA Wirtschaftsakademie mit 195 Euro pro Monat vergleichsweise niedrig. Ein Einstieg ins Wintersemester ist für Nachzügler noch bis 29. September möglich.

Auch an der privaten EBC-Hochschule in Düsseldorf kann man sich noch einschreiben. Die Studiengänge heißen International Business Management, Tourism & Event Management oder Business Psychology und sind ebenfalls NC-frei. Dafür muss man ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und Studiengebühren in Höhe von monatlich 745 Euro aufbringen. Dafür bietet das Studium ein integriertes Auslandssemester, kleine Gruppen und viele Praxisprojekte.

Ausführliche Informationen und Tipps zu den Universitäten in NRW finden Sie in unserem Hochschul-Special.

Quelle: RP
 
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