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Bonn
Hochschulen wollen Flüchtlinge besser integrieren

Bonn. Die Hochschulen in Deutschland wollen sich bei der Integration von Flüchtlingen engagieren. Dazu brauchten sie aber auch die Unterstützung von Bund und Ländern, erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Bernhard Kempen. Allen Bildungseinrichtungen komme bei der Integration von Flüchtlingen eine Schlüsselfunktion zu. Die deutschen Universitäten wollten ihren Beitrag dazu leisten. Kempen empfahl den Hochschulen, "Willkommenslotsen" zu beauftragen, um den Flüchtlingen eine gezielte Studienberatung anzubieten. Höchste Priorität müsse auf dem Ausbau von Deutsch-Kursen liegen. Weitere englischsprachige Studienangebote könnten einen Studieneinstieg zwar erleichtern. "Für eine nachhaltige Integration bleiben jedoch Kenntnisse in der Landessprache unentbehrlich. Ein deutschfreies Studium ist nur eine Scheinlösung."

Flüchtlingen, die ein Studium aufnähmen, müssen schnell Klarheit über das Asylverfahren und ihren Aufenthaltsstatus haben, fordert der DHV-Präsident. Sie benötigen zudem finanzielle Unterstützung und sollten bei einem erfolgreichen Abschluss eine zeitliche Bleibeperspektive von mindestens zwei Jahren haben.

(kna)
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