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Hochschulen
Immer weniger Männer studieren Medizin

Wiesbaden (rpo). Immer weniger Männer wollen Medizin studieren. In der Tiermedizin halbierte sich der Anteil der männlichen Studierenden in den vergangenen Jahren beinahe, in der Humanmedizin reduzierte sich der Anteil immerhin um rund ein Viertel.

Wie das Statistische Bundesamt am bekannt gab, haben im Wintersemester 04/05 38.436 Männer entsprechend einem Anteil von 41 Prozent Humanmedizin studiert. 1994/95 waren es noch 55.303 (54 Prozent).

Bei der Tiermedizin ging die Zahl der männlichen Studenten im selben Zeitraum von 2.479 im Wintersemester 1994/95 (entsprechend einem Anteil von 30 Prozent) auf 1.312 (17 Prozent) zurück. Auch insgesamt ist der Anteil der männlichen Studierenden in den vergangenen zehn Jahren gesunken, wie das Statistische Bundesamt zum Weltmännertag am 3. November mitteilte.

Demnach waren im Wintersemester 2004/2005 rund 1,03 Millionen männliche Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Das waren den Angaben zufolge 78.800 weniger als vor zehn Jahren. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden sank in diesem Zeitraum kontinuierlich von 59 auf 52 Prozent.

Deutlich unterrepräsentiert waren männliche Studierende im vergangenen Wintersemester 2004/2005 auch in den Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften (30 Prozent) sowie Kunst/Kunstwissenschaft (36 Prozent), wie die Statistiker weiter mitteilten. Nicht einbezogen bei der Humanmedizin ist den Angaben zufolge der neu hinzugekommene Studienbereich Gesundheitswissenschaften.

(ap)
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